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Grimma Malender Fontane-Insider stellt in Grimma aus
Region Grimma Malender Fontane-Insider stellt in Grimma aus
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11:35 14.07.2019
Günter Rieger stellt in der Rathausgalerie Stillleben und Landschaftsbilder aus. Quelle: Roger Dietze
Grimma

Dass Günter Rieger die Zeit fand, die am Sonnabend eröffnete vierte Ausstellung des Jahres in der Rathausgalerie Grimma mit dem Titel „Märkische Landschaften“ vorzubereiten und bei ihrer Vernissage präsent zu sein, grenzt an ein Wunder. Denn der Verleger mit Schwerpunkt Brandenburg-Preußen und Theodor Fontane ist in diesem Jahr, in dem sich der Geburtstag des bedeutendsten deutschen Vertreters des Realismus zum 200. Mal jährt, ein gefragter Mann.

„In der Tat nimmt Fontane derzeit über 90 Prozent meiner Zeit in Anspruch – in Form von Führungen und Vorträgen“, so der 70-jährige Unruheständler, der rund 35 seiner Stillleben und märkische Landschaften zeigenden Ölbilder mit nach Grimma gebracht hatte.

35 Bilder sind zu sehen

35 Bilder einer sehr umfangreichen Sammlung, die das Ergebnis der Beschäftigung Günter Riegers mit der bildenden Kunst seit dessen Schulzeit ist. „Nach der Auswahl der Grimmaer Ausstellungsstücke ist in meinem Atelier noch nicht einmal eine Lücke entstanden“, so augenzwinkernd der studierte Historiker, für den die Malerei nach eigenem Bekunden „wichtig für die Lebensbalance“ ist.

Eines der Stillleben, die in Grimma ausgestellt sind. Quelle: Roger Dietze

„In meinem Atelier kann ich abschalten und zugleich tätig sein“, so Rieger, dessen Bilder noch bis zum 1. September in der Rathausgalerie in Augenschein genommen werden können. Und von denen viele nach ihrer Rückkehr in das heimische Atelier eine erneute Bekanntschaft mit Pinsel und Ölfarbe machen werden. „Die allerwenigsten meiner Bilder tragen eine Jahreszahl, weil ich sie in der Regel überarbeite und zum Teil vollkommen übermale“, so der gebürtige Bitterfelder und Wahl-Neuruppiner.

Günter Rieger: Der Zweifel gehört dazu

„Mir geht es da nicht viel anders als anderen Künstlern auch, der Zweifel gehört immer dazu“, so der Mark Brandenburgische Fontane-Spezialist, der in den vergangenen Jahren auch als Organisator von kunstgeschichtlichen Ausstellungen in Erscheinung getreten ist. In seiner künstlerischen Tätigkeit ist für Rieger nach eigener Aussage das Abbildhafte respektive topografisch wie gegenständlich Wiedererkennbare von eher nachrangiger Bedeutung, wohingegen das harmonische Verhältnis von Form und Farbe das zentrale Element bilde.

Vorfreude auf Arbeiten von Mattheuer-Witwe

Einen hohen künstlerischen Anspruch haben dürfte auch die letzte Ausstellung des Jahres in der Rathausgalerie mit Arbeiten von Ursula Mattheuer-Neustädt, der Witwe Wolfgang Mattheuers und damit eines der Hauptvertreter der sogenannten Leipziger Schule. „Solche Ausstellungen sind für uns natürlich besondere Aushängeschilder“, so Kurator Holger Vogt.

Sie spiegelten die Bemühungen wider, die Qualität der Rathausgalerie auf einem hohen Niveau zu halten, sagt Vogt. Zwischen dieser letzten Ausstellung des Jahres und der am vergangenen Sonnabend eröffneten lädt er noch zur Sonderschau mit Teppichen und Teppich-Entwürfen in die von dem Grimmaer Verein Förderkreis für Kunst und Kultur getragene Einrichtung im Erdgeschoss des alten Renaissance-Rathauses ein.

Von Roger Dietze

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