Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Mission Uganda: Franz Reibestein aus Gornewitz wird gehörlose Kinder unterrichten
Region Grimma Mission Uganda: Franz Reibestein aus Gornewitz wird gehörlose Kinder unterrichten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:01 15.07.2019
Franz Reibestein beginnt Mitte August eine Auslandsmission. Quelle: Frank Schmidt
Grimma

„Nicht aus Büchern, sondern durch lebendigen Ideenaustausch, durch heitere Geselligkeit müsst ihr lernen“. Wohl auch dieses Zitat von Johann Wolfgang von Goethe ist für Franz Reibestein aus Gornewitz bei Nerchau zum Antrieb geworden, für ein Jahr nach Uganda zu gehen. Dort möchte der 18-Jährige, der gerade erst am St. Augustin Gymnasium in Grimma das Abitur ablegte, seinen internationalen Freiwilligendienst im Sport an der „School for the Deaf Ntinda“ absolvieren. Die Mission Uganda startet Mitte August und führt Franz nach Kampala, in die Landeshauptstadt. Dort wird er den Sport- und Schulunterricht sowie Freizeitprogramme für gehörlose Kinder einer Grundschule organisieren und betreuen.

Mit Visionen weltwärts gehen

Zu seinen Visionen gehören weiterführende Projekte beispielsweise im Schwimmen und Fußball. Und darüber hinaus möchte sich Franz in Kampala der Aufgabe stellen, den von seinem Vorgängern begonnenen Informatikunterricht fortzusetzen. „Weil ich denke, dass in einer digitalisierten Welt informatische Fähigkeiten sehr wichtig sind“, zeigt er sich davon überzeugt. Hauptmotivation sei es, so der junge Mann, seinen Horizont zu erweitern und dafür jeden Tag aktiv nutzen zu wollen. Sein damit verbundenes gemeinnütziges Engagement soll „durch ein ausgewogenes Geber-Nehmer-Verhältnis den interkulturellen Austausch ermöglichen“, legt Franz für sich selbst die Messlatte hoch an.

Mit dem Hobby Sport im Gepäck nach Uganda

Das sportlich geprägte Auslandsjahr in Uganda ist für den Youngster kein Zufall. Denn bereist von Kindesbeinen an habe die Körperertüchtigung für ihn eine wichtige Rolle im Leben gespielt. Kegeln, Fußball und seit zwei Jahren auch Kraftsport, aber auch Laufen, Schwimmen und Bodycombat, wie intensives Fitnesstraining durch Kick- oder Schattenboxen neudeutsch heißt, stehen auf seinem individuellen Trainingsplan. Allerdings werde es für ihn ein Jahr „abseits eines geraden Lebenslaufes“, wie er es formuliert, weil er nicht nach dem Abitur sofort studieren wollte, stattdessen auf der Suche nach Herausforderung ist. Mitnichten möchte er sich durch den Freiwilligendienst optimale Karrieremöglichkeiten erarbeiten. Vielmehr, so versichert Franz, sporne ihn der interkulturelle Austausch durch das Medium Sport an. Und auch dafür beruft er sich auf ein Zitat. „Sport hat die Kraft, die Welt zu verändern“, sagte einst Nelson Mandela.

Vorgänger Lukas (2.v.r.) mit gehörlosen Kindern in einer ugandischen Grundschule, in der Franz Reibestein für ein Jahr tätig sein wird. Quelle: privat

Für seinen ganz persönlichen Beitrag dazu bekommt Franz aktive Unterstützung vom Allgemeinen Sportclub (ASC) Göttingen als Entsendeorganisation sowie von der im Deutschen Olympischen Sportbund organisierten Sportjugend Niedersachsen und vom entwicklungspolitischen Freiwilligendienst „Weltwärts“ im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit Sitz in Bonn. Da Franz für seine Mission einen finanziellen Eigenanteil aufbringen muss, macht er keinen Hehl daraus, auf Spenden angewiesen zu sein. Deshalb ist er bis zur Abreise nach Uganda mit einer Präsentations- und Spendenmappe in der Region unterwegs, um das Projekt vorzustellen und um in diesem Kontext Unterstützer zu akquirieren. (Kontakt: franz.reibestein@gmx.de)

Von Frank Schmidt

Die Mitglieder des Vereins „Perspektiven für Kinder auf dem Westbalkan“ kommen aus Grimma, Wurzen, Naunhof und Borna. Sie engagieren sich für die Ärmsten im Kosovo – die Kinder. Dazu wurde jetzt eine Kooperation mit der Initiative SOS Kinderdörfer eingegangen.

15.07.2019

Gegen beinahe jedes Leiden ist ein Kraut gewachsen, sagt der Volksmund frei nach Hildegard von Bingen. In diesem Sinne führt Trebsens Heilpraktikerin Regine Dehn in der warmen Jahreszeit allmonatlich durch die Kräuter.

14.07.2019

Die allerwenigsten seiner Bilder tragen eine Jahreszahl. „Weil ich sie in der Regel überarbeite und zum Teil vollkommen übermale“, sagt Verleger Günter Rieger. Ab sofort sind die Arbeiten des Fontane-Insiders in der Grimmaer Rathausgalerie in Augenschein zu nehmen.

14.07.2019