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Grimma Muldentaler Produktschau im PEP Grimma eröffnet
Region Grimma Muldentaler Produktschau im PEP Grimma eröffnet
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16:44 02.11.2018
Mit der 21. Muldentaler Produktschau setzen der PEP Grimma unter seinem Dach sowie der Landkreis Leipzig als Veranstalter eine Tradition fort. Quelle: Frank Schmidt
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Grimma

 Von A wie Augustiner-Tropfen über K wie Kaffee- und Schokoladenkreationen sowie P wie Pantoffeln, Pantoletten und Hausschuhen bis hin zum Z wie Zwiebelrispen – all das sind regionale Produkte, die auf der 21. Muldentaler Produktschau von etwa 60 Händlern im PEP Grimma an diesem Wochenende angeboten werden.

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Sowohl das PEP Grimma als auch der Landkreis Leipzig als Veranstalter dieser dreitägigen kleinen Verbrauchermesse bekommen deutlich die Konkurrenz zu spüren. Denn einige Besucher haben gleich am ersten Tag bemerkt, „dass es für diese Produktschau schon bessere Zeiten gab“, wie es Henriette Schubert formulierte. „Ich kann mich noch erinnern, da ist man hier kaum durchgekommen, so voll war es an Händlern und Menschen, heute scheint mir das alles sehr überschaubar zu sein. Aber vielleicht liegt es auch an der REWE-Neueröffnung, dass die Leute erst einmal dorthin rennen.“

Landrat Graichen lobt die Stabilität der Schau

Den Spiegel der Konkurrenz wollte sich Landrat Henry Graichen (CDU) gewissermaßen als Gastgeber so nicht vorhalten lassen. „Nach all den Jahren hat sich die Produktmesse nicht totgelaufen, im Gegenteil. Die Besucherzahlen sind mit etwa 30 000 gut und stabil. Und es gibt immer wieder Aussteller und Anbieter, die neu dazu gekommen sind, in diesem Jahr vier. Darüber hinaus sind die Hälfte der Anbieter nicht nur aus dem Landkreis, was deutlich zeigt, dass diese Veranstaltung eine überregionale Ausstrahlung hat“, hob Graichen heraus.

Regionale Erzeugnisse sind bei der Muldentaler Produktschau zu sehen.

PEP kann aktuell nicht vermieten

Und: „Die Wertschöpfung heimischer Produkte ist die eine Seite. Auf der anderen Seite stehen die Unternehmen vor der großen Herausforderung, für sich geeignete Fachkräfte zu gewinnen, um in der Region weiter erfolgreich tätig sein zu können.“ Center-Managerin Elke Ullrich wolle mitnichten drum herum reden, dass es schwer sei, Kunden anzulocken. Der Leerstand im PEP von etwa 1200 Quadratmetern, die einen Anteil von etwa 8 Prozent der gesamten Verkaufsfläche ausmachen, sei freilich keine gute Werbung für ein Verkaufshaus in dieser Größe. „Aber wir befinden uns derzeit in einem Bebauungsplanverfahren, so dass wir momentan gar nicht weiter vermieten dürfen, damit wir eine Genehmigung für den geplanten Umbau bekommen können“, erklärt Ullrich. Und wenn es den Anschein der Überschaubarkeit hat, dann sei da etwas dran. „Wir hatten schon einmal um die 80 Händler und da war es wirklich eng, so dass wir mehr auf Qualität als auf Quantität setzen und interessierten Händlern absagen mussten.“

Viele Händler von Anfang an dabei

Ein Eindruck aber täuschte nicht. Es sind wieder viele bekannte Händler dabei, die teils von Beginn an die Produktschau mit ihren Offerten bereichern. Etwa mit Cannewitzer Bier, welches zwar nur dem Namen nach aus unmittelbarer Nachbarschaft stammt, jetzt aber in einer erzgebirgischen Familienbrauerei hergestellt wird und nach wie vor beliebt und nachgefragt sei, versicherte Franziska Klaus, die auch Wurzener Klaus-Fruchtsäften im Angebot hat.

Zwiebelrispen aus Thüringen

Zu den neuen Händlern gehört Ines Pfau aus Thüringen mit ihren Zwiebelzöpfen. „Nein, das sind Zwiebelrispen. Die werden gewickelt, ein Zopf wird geflochten“, klärt sie den Unterschied auf. Dass sich „Qualität von hier“ durchsetzen und gegenüber den Billigexporten aus Fernost behaupten kann, wissen Ingo Naundorf mit Keramik aus Thüringen und Ralph Krüger mit erzgebirgischer Volkskunst. „In der Nachfrage gibt es da keinen Abbruch“, sagte Naundorf, während Krüger einräumt, auf solche Verkaufsveranstaltungen angewiesen zu sein.

Von Frank Schmidt

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