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Grimma Nach Verwüstung ist Spielplatz in Lindhardt neu
Region Grimma Nach Verwüstung ist Spielplatz in Lindhardt neu
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09:54 19.04.2019
Hier lässt sich’s gut rutschen, klettern und hangeln: Kinder der Kita Funtasia tobten am Gründonnerstag nach der Einweihung des Lindhardter Spielplatzes auf dem großen Gerät. Quelle: Thomas Kube
Naunhof/Lindhardt

 „Mitunter erwächst aus einer schlechten Geschichte etwas Gutes. Wir haben die Chance genutzt und Neues geschaffen.“ Mit diesen Worten weihte Naunhofs Bürgermeister Volker Zocher (parteilos) am Gründonnerstag den wiedererrichteten Spielplatz in Lindhardt ein, den Sturmtief „Friederike“ am 18. Januar vergangenen Jahres komplett verwüstet hatte.

Die Geräte waren vom Orkan regelrecht weggepustet worden, umstürzende Bäume gaben ihnen den Rest. Für die Kinder im Ort war das laut Sylvia Künast, Leiterin der Lindhardter Awo-Kita „Funtasia“, ein Verlust. „Jede Woche haben wir einen Waldtag, und das Ziel war meist dieser Spielplatz. Wir sind froh, dass wir ihn wieder haben“, sagte sie, nachdem ihre Steppkes mit einigen Liedern die offizielle Eröffnung eingeleitet hatten.

Spielplatz besser genutzt als zuvor

Im Grunde steht das große Spielgerät, an dem geklettert, gerutscht, gehangelt und balanciert werden kann, schon seit dem 1. Februar. Kinder nicht nur aus dem Ort haben es längst in Besitz genommen. Am Donnerstag unternahm beispielsweise die 1b der Grundschule Naunhof ihren Wandertag zum Spielplatz. „Ich fahre jeden Tag hier vorbei und sah, dass alles fertig ist“, erklärte Klassenlehrerin Ute Keil. „Ein schönes Ausflugsziel, unsere Kinder freuen sich riesig.“ Ortsvorsteher Bernd Pohl konstatierte: „Der Spielplatz war zwar schon früher gut genutzt worden. Aber seit er neu ist, herrscht hier noch mehr Betrieb. Wir freuen uns.“

Der neue Spielplatz von Lindhardt ist am Gründonnerstag eingeweiht worden. Ihn hatte Sturmtief „Friederike“ verwüstet.

Europäische Union fördert Aufbau

Laut Zocher verschlang die Investition rund 43 000 Euro. Davon erhielt die Stadt 32 000 Euro über das europäische Leader-Programm, den Rest zahlte sie selber. Die Gestaltung des Platzes, der am Mulde-Parthe-Radweg liegt und damit auch für Tagestouristen gut erreichbar ist, übernahm die Naunhofer Firma Tara Teich & Garten. „Das Gerät besteht aus recyceltem Kunststoff und ist witterungsbeständig; so Gott will, steht es in 50 Jahren noch“, erläuterte Geschäftsführer Volker Tara. „Das Material wird nicht rissig, Kinder können sich keine Splitter einziehen“

Dort, wo sich der Spielplatz befindet, hatte im Januar 2018 Sturmtief „Friederike“ gewütet. Quelle: Thomas Kube

Erster Spielplatz entstand vor über 60 Jahren

Während das kommunale Bauamt die Kleinen mit Süßigkeiten und die erwachsenen Gäste mit Sekt versorgte, blätterte Ortschronist Dieter Nottrodt in seinen Unterlagen. Demnach wurde der erste Spielplatz an dieser Stelle 1956/’57 gebaut, initiiert durch den damaligen Revierförster Joachim Konrad. 1964 wurde die Fläche auf die heutigen Ausmaße vergrößert.

Nach „Friederike“ begann das große Aufräumen, besonders aktiv war Waldbesitzer Gerhard Böhme. Mitglieder des Heimatvereins leisteten vor einem Jahr einen großen Arbeitseinsatz.

Von Frank Pfeifer

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