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Grimma Narren laden in Trebsen zur Sackfete ein
Region Grimma Narren laden in Trebsen zur Sackfete ein
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15:12 24.02.2019
Trebsener Sackfete: Große und kleine Narren sorgten für die Unterhaltung der Gäste. Quelle: E-Mail-LVD
Trebsen

Wenn die Trebsener Karnevalisten Fasching feiern, dann feiern sie richtig. Zumal sie die 45. Saison begehen und damit ein kleines Jubiläum. Doch eine richtige Jubiläumsfeier soll es erst zum 50. geben. Und so wurde in gewohnter Weise gefeiert – mit großen und kleinen Funken, dem Elferrat, Prinzenpaar und der „Frommen Helene“, die buntes Konfetti in den Saal der Sport- und Kulturstätte schoss.

In Trebsen wurde Fasching gefeiert.

„Wir sammeln das ganze Jahr über Ideen“, erklärte Andreas Julius, Präsident des Trebsener Carneval Clubs. „Vor der Sommerpause steht das Konzept, das wir danach gleich in die Tat umsetzen. Die Ideen gehen uns nie aus, denn das Leben ist voller Ereignisse, aus denen wir schöpfen.“ So gelangten die Besucher in den Saal diesmal nur über eine Rutsche. Wer die Rutschpartie vermeiden wollte, musste einen Obolus zahlen. Und selbst wer rutschte, wurde am Ende um einen Erlös gebeten, denn schließlich sei er ja gerutscht, freute sich das Narrenvolk über den gelungenen Gag.

Schon zur DDR-Zeit war Fasching in Trebsen beliebt

Zu dem gehören auch Ute Hörnke und Matthias Constantin. Sie sind seit Jahren dem Trebsener Fasching treu verbunden. „Ich kenne den Fasching noch aus DDR-Zeit, bin nahezu von Anfang an dabei. Damals musste man die Eintrittskarten noch organisieren, um hier mit dabei sein zu können. Der Trebsener Fasching war schon immer etwas Originelles, und das ist bis heute so geblieben“, sagte Constantin. Und so wie die Karnevalisten viel Fleiß und Mühe investieren, um ein neues Programm auf die Beine zu stellen, lässt auch er sich für jede Faschingsfeier etwas Neues einfallen. In diesem Jahr hat er sich als Vogelhändler mit einem dekorierten Vogelkäfig auf dem Rücken unters närrische Volk gewagt. „Einmal bin ich als Taucher gegangen. Als Gag habe ich mir zwei übergroße Wodkaflaschen als Sauerstoffflaschen auf den Rücken geschnallt, was gut ankam“, schmunzelte Constantin.

Aber obwohl der Trebsener Carneval Club nach wie vor zur Faschingszeit die Stimmung aufrecht erhält, hat er doch Sorgen. „Von den vielen Faschingsveranstaltungen vor Jahrzehnten sind nur noch wenige übrig geblieben“, erklärte Vizepräsident Thoralf Stohr. „Zum einen kommen nicht mehr so viele Besucher, da die Interessen der Leute sich im Laufe der Jahre gewandelt haben, zum anderen haben fehlt uns der Nachwuchs. So könnte zum Beispiel unsere Funkengarde mehr Tänzerinnen gebrauchen.“ Janine Barnikol-Oettler leitet die Funkengarde und berichtete, dass sie das Programm mit den fünf Tänzerinnen zwar noch gestalten könne, doch weniger dürften es nicht werden. „Wir haben unseren Spaß dabei, neue Tanzschritte einzustudieren. Selbst die Kostüme für die neuen Tänze gestalten wir oft selbst“, berichtete sie.

Auch der Auftritt der kleinen Funken belebte den Saal. Ruth Fischer und Jens Schatz unter den Gästen wollten sich das Trebsener Ereignis nicht nehmen lassen. „Ich habe mich als Ass-Dame kostümiert und finde Gefallen an solchen Veranstaltungen, bei denen die Leute fröhlich sind“, sagte Ruth Fischer.

Von René Beuckert

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