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Grimma Naunhof: Feuchtes Maiwetter gefällt dem Borkenkäfer nicht
Region Grimma Naunhof: Feuchtes Maiwetter gefällt dem Borkenkäfer nicht
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10:32 22.05.2019
Hat derzeit zumindest wieder ein wenig Grund zum Lachen: Naunhofs Revierförster Udo Köhler. Quelle: Roger Dietze
Naunhof/Region

So manche Jugendweihe- und Konfirmationsparty, und auch so manches Dorffest dürfte das bislang durchwachsene Maiwetter getrübt haben. Für die Förster indes waren die feucht-kühlen Tage im bisherigen Verlauf des Wonnemonats in jeder Hinsicht ein Segen. Zum einen haben insbesondere die starken Niederschläge den Wassermangel der Nadelbäume zumindest ein wenig ausgleichen können.

Zum anderen haben wir es derzeit mit einer Wetterlage der Art zu tun, wie sie der Borkenkäfer nicht mag. Und sie kommt für die Forstleute zum genau richtigen Zeitpunkt, nachdem der trockene und viel zu warme April hinsichtlich der zu erwartenden Vermehrungsraten des in Europa in über 150 verschiedenen Arten auftretenden Holzschädlings nichts Gutes erwarten ließ.

Borkenkäfer hat sich massenhaft vermehrt

Michael Müller, seines Zeichens Professor für Waldschutz an der TU Dresden, sprach im Hinblick auf den Borkenkäfer sogar von der „stärksten Massenvermehrung mindestens seit Ende des Zweiten Weltkriegs“. Denn abgesehen vom milden und trockenen Frühlingsstart findet der Schädling in den Wäldern jede Menge Totholz.

Der Borkenkäfer mag das nasse Mai-Wetter nicht besonders. Quelle: Roland Weihrauch/dpa

Und er trifft darüber hinaus wegen des fortbestehenden Wassermangels auf geschwächte und ums Überleben kämpfende Nadelbäume, die nur eingeschränkt oder gar nicht mehr zur Harzproduktion und damit zur natürlichen Schädlings-Abwehr in der Lage sind.

Auch auf der Stirn des Naunhofer Revierleiters Udo Köhler hat das feucht-kühle Wetter in der ersten Maihälfte die Sorgenfalten zumindest ein wenig zu glätten vermocht. „Der Befall ist jedoch nach wie vor vorhanden, und wir müssen weiterhin extrem auf der Hut sein, wenngleich der Wetterwechsel im Mai das schlimmst mögliche Szenario verhindern könnte“, so Köhler. Dieses trete dann ein, wenn, wie es zunächst den Anschein gehabt hatte, das Frühjahr sehr zeitig trocken und warm sei.

Borkenkäfer könnte drei Generationen an Nachkommen in die Welt setzen

Damit würde der Borkenkäfer in die Lage versetzt, drei Generationen Nachkommen in die Welt zu setzen. „Derzeit sieht es nach zwei Generationen aus, im besten Fall schlüpft in den kommenden Monaten aber auch nur eine“, so der Forstoberinspektor. Der hat mit seinen 55 Jahren zwar schon so manches Tänzchen mit dem Holz-Schädling getanzt, diesbezüglich im vergangenen Jahr aber neue Erfahrungen sammeln müssen. „Einen solch unglaublich aggressivem Fraß des Großen Lärchenborkenkäfers wie im August hatte ich bis dato noch nicht erlebt“, so Köhler.

Von Roger Dietze

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