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Grimma Naunhof: Mann droht sich umzubringen – Polizei stürmt Wohnung
Region Grimma Naunhof: Mann droht sich umzubringen – Polizei stürmt Wohnung
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17:59 06.11.2019
Ein großangelegter Polizeieinsatz läuft in Naunhof. Quelle: Frank Schmidt
Naunhof

Ein Großaufgebot an Polizei ist am Mittwochnachmittag nach Naunhof ausgerückt. Ein Mann hatte sich in einem Wohnhaus in der Bahnhofstraße verschanzt und drohte sich umzubringen. Nach Polizeiangaben befand sich in der Wohnung außerdem seine Lebensgefährtin. Von Einsatzkräften vor Ort erfuhr die Leipziger Volkszeitung, dass es sich um eine Geiselnahme handeln könnte.

Mann hat psychische Probleme

Der Mann ist in Naunhof Zeugenaussagen zufolge bekannt für Kurzschlussreaktionen. Laut Polizei hat er psychische Probleme.

Mit einem Großaufgebot riegelt die Polizei in Naunhof ein Wohnhaus in der Bahnhofstraße ab. Hier droht ein Mann mit Waffengewalt.

Vor Ort waren Einsatzkräfte des Landeskriminalamtes und der Polizei. Außerdem war der Rettungsdienst mit einem Hubschrauber zugegen. Experten versuchten, mit dem Mann in Kontakt zu treten, um die Situation zu deeskalieren. „Oberstes Ziel ist es, dass niemand verletzt wird“, sagte Alexander Bertram von der Polizeidirektion Leipzig.

Dieses Ziel wurde gegen 16 Uhr auch erreicht. Die Aktion konnte unblutig beendet werden. Einsatzkräfte waren mit Spezialgeräten ins Haus eingedrungen und konnten den Mann überwältigen. Er wurde aus dem Haus geführt und dem Rettungsdienst übergeben.

Zweiter Vorfall mit verwirrtem Naunhofer

Dem Vernehmen nach handelt es sich um denselben 58-Jährigen, der im Juni in der Bahnhof- und Lindenstraße Leute anpöbelte, wobei er ein Messer in den Händen hielt, mit dem er unter anderem einem Radfahrer hinterherrannte. Als ihn Polizisten ergreifen wollten, fuchtelte er zunächst mit zwei Messern herum. Der Aufforderung, stehen zu bleiben, kam er nicht nach. Stattdessen ging er in sein Haus, das die Beamten auch damals schon umstellten. Nach einer Weile kam er unbewaffnet heraus. Die Polizei verständigte nach dessen Durchsuchung Notarzt und Rettungswesen, die ihn ins Krankenhaus brachten. Die Naunhofer kennen ihn auch, weil er oft barfuß und nur mit Unterhose bekleidet in der Stadt unterwegs ist.

Hilfe bei Suizidgedanken

Betroffene, die unter einer akuten Krise leiden und Suizidgedanken haben, können Hilfe beim Infotelefon Depression (der Stiftung Deutsche Depressionshilfe in Kooperation mit der Deutsche Bahn-Stiftung) erhalten. Tel: 0800 3344533 (kostenfrei). Hilfe erhalten Betroffene außerdem beim Psychosozialen Beratungstelefon in Leipzig an Wochenenden und Feiertagen von 8 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 0341 99 99 00 00. Außerhalb dieser Telefonzeiten können sich Hilfesuchende an die kostenfreie Telefonseelsorge wenden: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222. Beide Rufnummern sind gebührenfrei.

Von bis/gap/fsw/FP

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