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Grimma Naunhofer Kartoffelfest kommt weiter an
Region Grimma Naunhofer Kartoffelfest kommt weiter an
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16:05 08.09.2019
Begehrte Köstlichkeiten: Vom Kartoffelkuchen bis zur Kartoffelmarmelade bot der Förderverein der Grundschule Leckeres an seinem Stand an. Quelle: René Beuckert
Naunhof

Positiv äußerten sich Besucher über das erste Naunhofer Kartoffelfest auf dem Marktplatz und im Stadtgut. Sie vergnügten sich bei den Schaustellern, an Buden sowie im Festzelt. Unterhaltung, Mitmachen und Kaufen standen wie schon auf dem alten Gelände, das nun nicht mehr zur Verfügung steht, im Mittelpunkt.

Laut Anja Gaitzsch von der KulturWerkStadt gehören die Wettbewerbe immer wieder zu den Rennern. Zum Einen galt es, die längste Kartoffelschale aus einem Erdapfel hinzukriegen. Zum Anderen wurden die schwerste und die exotischste Kartoffel gesucht.

Besucher aus dem Umland

„Die Auftritte der Vereine lockten ebenfalls viele Leute ins Festzelt“, sagte Gaitzsch. Wie sie registrierte, kamen etliche Besucher aus dem nahen Umland und sogar aus Leipzig nach Naunhof, um das legendäre Kartoffelfest mitzuerleben.

Erstmals vorm Rathaus: Die Schausteller hatten ihre Fahrgeschäfte auf dem Marktplatz aufgebaut. Quelle: René Beuckert

Zu den Gästen aus der Messestadt gehörte Martin Jahn. Er wollte sich das Ereignis keinesfalls entgehen lassen. „Ich bin mit meiner Tochter zum Kartoffelfest gekommen, da hier alles familiärer zugeht. Die Leute sind noch aufgeschlossen, was mir gefällt“, sagte er. „Vor allem haben sie in Naunhof an die Kinder gedacht. Meine Tochter Milina hat sich gleich schminken lassen. Auch Bastelangebote sind vorhanden“, hob Jahn hervor, dabei auf den kleinen roten Drachen in der Hand seiner Tochter zeigend.

Fotos in die Ferne

Familie Günz möchte die Veranstaltung ebenfalls nicht missen. „Ich finde Gefallen daran, dass das Kartoffelfest auf dem Marktplatz stattfindet und habe mit meinem Mobiltelefon gleich ein Foto geschossen, das ich augenblicklich meinen Bekannten schicke, die 400 Kilometer weit weg wohnen. Da können sie sehen, was hier in Naunhof alles los ist“, verriet Martina Günz.

Interessant: Hier konnten sich die Besucher über die Geschichte der Kartoffel und die bisherigen Naunhofer Kartoffelkönige informieren. Quelle: René Beuckert

Ihr ist das Ganze auch aus einem zweiten Grund wichtig. „Oft treffe ich auf Leute, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Solche Begegnungen sind immer wieder ein Erlebnis, erfahre ich doch vom Anderen, wie es ihm geht, und kann ihm meine Eindrücke schildern. So ein Fest bietet die beste Gelegenheit für spontane Gespräche“, betonte Martina Günz.

Kartoffeln aus dem Dämpfer

Andreas Klöthe von der KulturWerkStadt schaute gerade in den Dämpfer, ob seine Erdäppel raus müssen. „Besucher aus der Großstadt sind erstaunt, dass man mit wenig Wasser viele Kartoffeln gar bekommt“, berichtete er. „Durch das spezielle Verfahren schmecken sie nicht wässrig, das Aroma bleibt erhalten.“

Früher seien die Kartoffeldämpfer hauptsächlich in landwirtschaftlichen Betrieben zum Einsatz gekommen. „Auch wenn seinerzeit die gegarten Kartoffeln eher der Tierfütterung dienten, haben wir Kinder gern die schmackhaften Knollen verspeist“, gab Klöthe preis. Jene, die er auf dem Fest mit Leberwurst anbot, waren schnell in aller Munde.

Große Produktpalette

An anderer Stelle bot der Schulförderverein kulinarische Köstlichkeiten an, die vom Kartoffelkuchen bis zur Kartoffelmarmelade reichten. „Viele Leute kommen gezielt an unseren Stand, um Marmelade nachzukaufen“, sagte Monique Wünschmann. Der Erlös gehe an die Grundschule.

Am Stand nebenan konnten die Kinder Futter- und Nistkästen bauen. „Während sie mit ihren Eltern das Holz zu einem Gebilde zusammenfügen, erzählen wir ihnen Wissenswertes über die Vögel“, berichtete Matthias Meyer von der Regionalgruppe Muldentalkreis des Naturschutzbundes Deutschland.

Umzug wegen Schulerweiterung

Umgezogen ist das Kartoffelfest zur 29. Auflage, weil das bisherige Gelände für die Erweiterung der Grundschule gebraucht wird. Momentan stehen dort Container, in denen Kinder unterrichtet werden. Sie sollen durch einen massiven Anbau ersetzt werden.

Von René Beuckert

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