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Grimma Naunhofer Schüler säubern Grillensee-Ufer
Region Grimma Naunhofer Schüler säubern Grillensee-Ufer
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15:08 04.07.2019
Da kommt ordentlich was zusammen: Einige der 70 Oberschüler, die am Donnerstagvormittag die Ufer des Grillensees von Müll befreiten. Quelle: Thomas Kube
Naunhof

Zweckentfremdete Gelbe Säcke voller Überbleibsel von Strandpartys, leere Alkoholflaschen und Zigarettenschachteln, weggeworfene Plastetüten. All das sammelten am Donnerstagvormittag 70 Naunhofer Oberschüler am Grillensee ein. Für sie ein schockierendes Resultat.

Achtklässler der Naunhofer Oberschule sammelten am Donnerstag Müll an den Ufern des Grillensees. Der Unrat füllte viele Säcke.

Als Projektwoche läuft vor den Sommerferien fächerübergreifender Unterricht in der Bildungsstätte. Die Lehrerinnen Carolin Fraunholz und Elena Krastew stellten speziell für die drei achten Klassen ein Programm zum Thema Ökologie zusammen, das die Müllsammelaktion einschloss. Bereits am 29. März hatten sie mit den Mädchen und Jungen einen Umwelttag veranstaltet – in Anlehnung an die Bewegung Fridays for Future.

Gruppenarbeit zum Thema Umwelt

„Diesen Montag gaben wir den Schülern zunächst einen Input, was seitdem politisch geschehen ist, dass unter anderem die Grünen sehr erfolgreich bei den Europawahlen waren“, erläuterte Krastew. „Wir nahmen die Fächer Religion, Biologie, Ethik und Geografie zusammen und bildeten Gruppen, die sich mit der Diskussion um Palmöl, dem Unterschied von Massen- und artgerechter Tierhaltung sowie damit befassten, was es mit der Bewahrung der Schöpfung auf sich hat.“

Alle Schüler sollen sensibilisiert werden

An den folgenden Tagen bemalten die Jugendlichen Jutesäcke, bastelten aus alten Tetrapaks Portemonnaies, produzierten ein Video mit nachhaltigen Lebenstipps und schrieben einen Artikel für die Homepage der Schule. Außerdem arbeiteten sie an einer Präsentation über ihre Projektwoche, die am Freitag allen anderen Oberschülern vorgestellt werden soll, um auch sie für den sorgsamen Umgang mit der Umwelt zu sensibilisieren.

Einen Wandel der inneren Einstellung hat Julie König aus der 8b durch die Projektwoche erfahren. „Anfangs dachte ich, das Thema sei nicht so wichtig. Doch jetzt weiß ich, was es für unsere Zukunft bedeutet“, bilanzierte die 14-Jährige beim Müllsammeln am Grillensee. „Ich werde zum Beispiel keine Kaugummis mehr in die Gegend werfen, weil sie die Mägen von Vögeln verkleben können.“

Appell an Badegäste und Stadtverwaltung

Küchenrollen, Einweg-Kaffeebecher, Windeln und Massen an Zigarettenstummeln füllten die Säcke der Schüler. Referendarin Jasmin Weißbrod, die mit ihren Kollegen Damian Bogusz und Johann Petzl das Projekt unterstützte, zeigte sich fassungslos. „Ich verstehe nicht, warum jemand an den See geht, um Natur zu genießen, und hinterher nicht mitnimmt, was nicht in die Natur gehört.“

Der mehrfach von Schülern ausgesprochene Appell an die Badegäste, keinen Unrat zurückzulassen, war aber nicht der einzige. „Die Stadt müsste mehr Mülltonnen am Grillensee aufstellen“, forderte Franziska Holletzek aus der 8b. Derzeit gebe es nur zwei, und diese stünden nebeneinander anstatt am Ufer verteilt.

Von Frank Pfeifer

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