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Grimma Neue Tartanschichten für Trebsener Sportplatz
Region Grimma Neue Tartanschichten für Trebsener Sportplatz
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11:45 26.04.2019
Für eine perfekte Oberfläche: Mitarbeiter der Polytan GmbH bringen mit diesem Gerät den neuen Kunststoffbelag im Kleinspielfeld auf. Quelle: Thomas Kube
Trebsen

Millimeter um Millimeter schiebt sich das Gefährt voran, mit dem gegenwärtig auf das Kleinspielfeld, die Rundlaufbahn und die Weitsprunganlage des Trebsener Sportplatzes neue Kunststoffschichten aufgebracht werden. Die alten waren verschlissen, weshalb sich die Stadt zur Investition gezwungen sah. Wann die Arbeiten beendet werden können, hängt maßgeblich vom Wetter ab.

In den vergangenen zwei Wochen hatte die Polytan GmbH aus Burgheim bei Ingolstadt die Oberschichten abgefräst. „Das Unternehmen besserte den wasserdurchlässigen Asphalt aus, der darunter liegt“, erläutert Steffen Wahle, der in Kürze die Leitung des städtischen Bauamts übernimmt. „Am Donnerstag wurde zunächst im eingezäunten Kleinspielfeld begonnen, den neuen Belag aufzubringen.“

Material aus geschredderten Reifen

Dabei handelt es sich, wie Mitarbeiter der Firma erklären, unter anderem um geschredderte Reifen. Die erste Tartan-Schicht war schwarz, darüber sollte die rot eingefärbte Lage aus dem gleichen Stoff kommen, die für den Trebsener Sportplatz bislang schon markant war. Der Gummi wird die Schritte der Sportler in gewohnter Weise abfedern.

Nach dem Aufbringen des Materials wird es abgewalzt. Quelle: Thomas Kube

Bei schönstem Sonnenschein waren die Arbeiten für das Polytan-Team zunächst kein Problem. Wenn es regnet, müssten sie aber unterbrochen werden. Deshalb lässt sich nicht sagen, wann sie ihren Abschluss finden werden.

Sperrung des Platzes drohte

Im Jahr 2000 hatte das selbe Unternehmen die Tartanbahn und das Kleinspielfeld angelegt. Später, so Bauamtsleiterin Marika Haupt, die bald in den Ruhestand geht, kam es zum Sanierungsstau. Seit Jahren war es überfällig etwas zu tun, inzwischen platzten größere Bereiche des Belags weg. Es drohte die Sperrung des gesamten Platzes.

Guter Rat für die Zukunft

„Wenn der Zustand, den wir jetzt erreichen, erhalten bleiben soll, bedarf es aller zwei Jahre einer Reinigungswartung“, gibt Haupt den Verantwortlichen der Stadt mit auf den Weg. Eine solche sei in der Vergangenheit nicht beauftragt worden, weil stets das Geld fehlte.

Per Schaufel wird das Gerät für eine neue Lage befüllt. Quelle: Thomas Kube

Umso teurer wurde es jetzt. Rund 200 000 Euro mussten in den Sportplatz investiert werden, von denen 80 Prozent über das europäische Leader-Programm zugeschossen wurden. In der Summe enthalten sind auch die Arbeiten des vergangenen Jahres, als die Stadt die Beregnungsanlage des großen Feldes erweitern sowie die Pumpen- und Regelungstechnik erneuern ließ. Weil nicht alle Bereiche des Rasens Wasser abbekommen hatten, zeigten sich kahle Stellen.

Weitere Investitionen

Ebenfalls im vergangenen Jahr hatte die Stadt auf dem Gelände rund 40 Bäume fällen lassen, die zum Teil alt und von Pilzen befallen waren. Wurzeln hatten schon Teile der Tartanbahn angehoben, so dass diese riss. „Als Ersatz pflanzten wir in ausreichender Entfernung drei neue und 60 Büsche, die pflegeleichter sind“, erklärt Haupt. „Außerdem kamen acht Bäume an die Bundesstraße 107 am Ortsausgang Richtung Wurzen.“ Rund 18 000 Euro kostete das.

Die Treppe der Sport- und Kulturstätte ist jetzt saniert. Weiße Sichtlinien markieren Anfang und Ende. Quelle: Thomas Kube

Weitere 6000 Euro steckte die Stadt in die Außentreppe der Sport- und Kulturstätte am Sportplatz. „Dort war zum Teil Beton abgeplatzt, Pflaster setzte sich“, berichtet Haupt. Alles wurde in Ordnung gebracht, die Stufen erhielten eine neue Beschichtung, Sichtstreifen machen schon von weitem auf die Treppe aufmerksam. „Damit“, so Haupt, „ist die Stolpergefahr gebannt.“

Von Frank Pfeifer

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