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Grimma Neues Wohngebiet geplant
Region Grimma Neues Wohngebiet geplant
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01:27 02.06.2018
Nur noch Schein: Das ehemalige Gartencenter und der leere Supermarkt in Nerchau sowie die Flächen dahinter sind für Baugrundstücke zur Ansiedlung von jungen Familien vorgesehen. Quelle: Frank Schmidt
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Grimma/Nerchau

Die goldenen Zeiten im ehemaligen Supermarkt und Gartencenter in der Wurzener Straße am nördlichen Ortsrand von Nerchau sind längst vorbei. Beide Gebäude respektive Verkaufseinrichtungen sind länger schon geschlossen und verwaist. Nun dürften auch die Tage ihres Daseins gezählt sein, denn der Stadtrat hat den Entwurf für einen Bebauungsplan gebilligt. Demnach soll dort das neue „Wohngebiet Neichener Straße“ entstehen.

Ehemaliges Gartencenter und leerer Supermarkt weichen

Im Beschlussvorschlag wird von einem Plangebiet ausgegangen, das etwa 13 000 Quadratmeter groß ist. Darin eingeschlossen sind Flächen des Gartencenters und des Supermarktes auf einer Breite von gut 40 Metern sowie in deren Verlängerung das angrenzende Feld bis zur bestehenden Wohnbebauung, so dass eine Länge von insgesamt gut 310 Metern zur Disposition steht. Aus diesem Areal könnten maximal neun Bauplätze werden. Allerdings befinden sich mit etwa 5500 Quadratmetern ein Teil der Fläche im Außenbereich, „weshalb die städtebauliche Ordnung nur über ein Bebauungsplanverfahren zu schaffen ist“, heißt es in dem Dossier.

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Einstimmiger Beschluss im Stadtrat Grimma

Und nachdem der Vorentwurf des Bebauungsplanes für die interessierte Öffentlichkeit zur Einsichtnahme öffentlich ausgelegt war, haben die Parlamentarier dem Vorhaben einstimmig zugestimmt.

Zur Begründung heißt es, dass Nerchau den eigenen Bedarf an Wohnflächen zur Ansiedlung junger Familien im ländlichen Raum nicht mehr ausreichend decken könne. „Nerchau zählt neben der Kernstadt und weiteren Orten zu den Siedlungsschwerpunkten im kommunalen Gefüge der Großen Kreisstadt Grimma. Aus diesem Grunde ist es das Ziel der städtischen Entwicklungsstrategie, in einem angemessenen Umfang auch den Neubau von Wohnungen in Nerchau zu befördern“, formuliert die Verwaltung

Von Frank Schmidt