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Grimma Noch kein grünes Licht für Eigentumsübergang
Region Grimma Noch kein grünes Licht für Eigentumsübergang
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00:23 21.09.2018
Bahnhof Wurzen: Erst wenn der Eigentumsübergang geklärt ist, können Fördergelder für den Um- und Ausbau fließen. Bislang aber scheiterte die Kontaktaufnahme zum Besitzer, informierte Oberbürgermeister Jörg Röglin. Quelle: privat
Wurzen

Die Vorabsprachen zum künftigen Tourismuszentrum Geopark-Bahnhof Wurzen ruhen. Bereits im Mai wurde Oberbürgermeister Jörg Röglin (SPD) vom Stadtrat per Beschluss beauftragt, mit dem Besitzer des Bahnhofs, Utz Leischnig, „über einen geeigneten Eigentumsübergang zu verhandeln“. Wie das Stadtoberhaupt zur jüngsten Sitzung des Kulturausschusses verkündete, habe es auch ein Gespräch gegeben. Dabei bat sich Leischnig Bedenkzeit aus. Seither aber herrsche Funkstille, gleichwohl er ihn mehrmals telefonisch kontaktierte, wie Röglin gegenüber dem Gremium versicherte.

Kommune ließ Privatmann Vortritt bei Auktion

Angesichts der verstrichenen Zeit mahnte CDU-Abgeordnete Hannelore Dietzschold zur Eile. „Wir müssen endlich zu Potte kommen.“ Schließlich steht oder fällt das Vorhaben mit dem Votum von Leischnig. Der Geschäftsmann und Wurzener Marktleiter hatte den Bahnhof im April 2013 für 43 500 Euro zur Frühjahrsauktion der Karhausen AG erworben. Damals reiste auch Oberbürgermeister Röglin im Auftrag des Ältestenrates nach Berlin-Tegel, um mitzubieten, falls Leischnig aussteigen sollte – sein Limit: 63 000 Euro. Die Kommune ließ Leischnig den Vortritt.

Förderung an Besitz oder Pacht der Immobilie gebunden

Ohne das Ja-Wort des Bahnhofsbesitzer dreht sich kein Rad in Sachen Besucherzentrum. Die Idee bliebe in den Kinderschuhen stecken und die teure Machbarkeitsstudie letztlich in irgendeiner Schreibtischschublade. Grund hierfür ist eine Maßgabe der Landesdirektion. Zwar signalisierte die Behörde schon Anfang April, dass das Vorhaben förderfähig sei, allerdings nur unter klaren Prämissen. So müsse die öffentliche Hand Eigentümer der Immobilie sein, zumindest aber die Stadt Wurzen über die erforderlichen Räume Verfügungsgewalt besitzen. Zum Beispiel in Form eines Teilungsvertrages oder eines Erbbaupachtvertrages, dessen Dauer sich an der entsprechenden Fördergeld-Zweckbindung bemisst. Erst danach ließen sich die nächsten Schritte für einen Um- und Ausbau einleiten.

Gespräch mit Eigentümer geplant

Dietzschold jedenfalls schlug vor, Leischnig „vielleicht einzuladen“. Und Röglin erwiderte: „Ich teile ihre Auffassung. Wir müssen bald wissen, ob hopp oder top.“

Wie berichtet, soll der Bahnhof nicht nur das touristische Tor für die Stadt Wurzen werden, sondern vor allem für das Wurzener Land. Insofern könnte die Immobilie gleich mehrere Gästebotschafter an einem Ort vereinen – den Geopark Porphyrland, das Sächsische Burgenland und die städtische Tourist-Information. Jedoch müsste zuerst ein Aus- und Umbau die Grundlage schaffen. Zum Beispiel den Verkauf für von Tickets, Literatur, Souvenirs und regionaler Produkte in der 180 Quadratmeter großen ehemaligen Gepäckhalle. Komplettiert wird der Service von gastronomischen Angeboten, einem Regional- und Reisemarkt sowie einem Fahrradverleih samt -schließanlagen. Darüber hinaus sieht das Konzept kulturelle Veranstaltungen vor, für welche dann die Empfangshalle sowie der Warte- und Speisesaal zur Verfügung stehen.

Die Gesamtinvestitionen des Um- und Ausbaus belaufen sich auf 615 000 Euro. Laut Machbarkeitsstudie sollen die Arbeiten 2020 beginnen und 2023 beendet sein.

Von Kai-Uwe Brandt

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