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Grimma Ob Traumhaus oder Traumauto: Grimma ist die richtige Adresse
Region Grimma Ob Traumhaus oder Traumauto: Grimma ist die richtige Adresse
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00:23 03.05.2018
Dieses Cabrio von Mercedes wurde fast fünf Jahre restauriert. Quelle: Foto: Bert Endruszeit
Grimma

Um Träume drehte sich am Sonnabend alles auf dem Grimmaer Markt: Während im Rathaus bei der Immobilien-Messe der Traum vom eigenen Heim im Mittelpunkt stand, ging es draußen beim Autofrühling um Traumwagen – ganz gleich, ob Oldtimer oder aktuelles Fahrzeugmodell.

Wohnungen in Grimma gefragt

Tobias Buschmann von der Wohnungsgenossenschaft Grimma hat wohl eine der längsten Tätigkeitsbeschreibungen. „Ich bin hier als Wohnungsinteressentenfinder“, sagte er lächelnd. Die Genossenschaft verfüge über rund 1450 Wohnungen, etwa fünf Prozent davon sind derzeit für Interessenten verfügbar. „Es gibt immer mehr Leute, die in Leipzig arbeiten, aber dort nicht unbedingt wohnen wollen. Die entscheiden sich dann ganz bewusst gegen die Großstadt und für Grimma.“ Nachfrage nach Wohnungen gebe es aber auch von älteren Menschen, die ihre Häuser aufgeben müssten, weil sie die damit verbundene Arbeit einfach nicht mehr schafften. „Viele stecken dann Geld aus dem Hausverkauf in eine gehobene Ausstattung ihrer neuen Wohnung“, weiß Buschmann. Auf ältere Mieter stelle sich seine Genossenschaft ganz bewusst ein. „Außenaufzüge, barrierefreie Zugänge, große Balkone – genau darauf kommt es ihnen an.“

Nachfrage nach Baugrundstücken steigt

Carmo Klein von LBS Immobilien kennt die andere Seite der Medaille: die steigende Nachfrage vor allem junger Leute nach Baugrundstücken. „Es gibt auch noch sehr preiswerte Möglichkeiten, beispielsweise in Colditz. Leider gibt es dort keinen S-Bahn-Anschluss. Das schreckt viele Leute ab.“ Ganz gleich, wo man bauen oder kaufen wolle, wohl überlegt sollte es immer sein. „Es ist wichtig, rechtzeitig mit Fachleuten zu reden. Denn mancher geht sehr blauäugig an die Sache heran.“ Schließlich seien die Nebenkosten ein erheblicher Kostenfaktor, und wenn erste Reparaturen anstünden, sollte dafür auch genug Geld vorhanden sein. „Zu knappe Kalkulationen funktionieren später nicht mehr.“

Traumauto verlangt vieles ab

Eine Herausforderung ganz anderer Art kann der Aufbau des ganz persönlichen Traumwagens sein. Davon konnte so mancher Besucher des Autofrühlings ein Lied singen. Stefanie Leeder aus Canitz präsentierte gemeinsam mit ihrem Partner Falko Dittberner ihr Golf-III-Cabrio. Nicht irgendeins, sondern die amerikanische Version. „Den haben wir mit vielen amerikanischen VW-Teilen aufgebaut“, erzählte Leeder. Einfach so im Laden kaufen war da oftmals keine Option. „Die Mittelkonsole haben wir uns von Bekannten aus den Staaten mitbringen lassen.“ Denn im Gegensatz zur europäischen Variante verfüge dieses Bauteil gleich über drei Becherhalter. „Rund fünf Monate lang haben wir an dem Auto gearbeitet“, verriet Falko Dittberner. So ein Projekt treibe einen auch schon mal zur Verzweiflung. „Immer dann zum Beispiel, wenn man plötzlich eine große Roststelle findet, von der man vorher nichts wusste.“ Doch der Spaß mit dem fertigen Auto lasse das alles vergessen. „Wir fahren regelmäßig zu Autotreffen und waren damit auch schon an der Ostsee. So eine Tour mit offenem Dach entschädigt für alle Mühen.“

Eine ungewöhnliche Preisangabe stand an einem Mercedes Benz 170 S Cabriolet A von 1951: 15800 D-Mark. Den Gegenwert würden sicher viele Oldtimer-Fans sofort hinlegen. Doch das war der Verkaufspreis von einst; jetzt ist so ein perfekt restaurierter Wagen, wie ihn die Besucher in Grimma bestaunten, eine Kostbarkeit. „Und das Starten beherrscht nicht jeder, denn hinter dem Gaspedal gibt es noch einen speziellen Startknopf. Ohne den geht gar nichts“, sagte Michael Pfützner von den Kühne-Autohäusern.

Von Bert Endruszeit

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