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Grimma Obstland, Tanz und Pferdesport beim diesjährigen Blütenfest
Region Grimma Obstland, Tanz und Pferdesport beim diesjährigen Blütenfest
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19:19 19.05.2019
Die Funkengarde überzeugte bei ihrem Auftritt. Quelle: Bert Endruszeit
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Dürrweitzschen

Beinahe wäre das diesjährige Dürrweitzschener Blütenfest zu einer Zitterpartie geworden. Denn ursprünglich sollte es schon eine Woche vorher stattfinden, bei fast winterlichem Wetter. „Doch wird sind dann glücklicherweise auf dieses Wochenende ausgewichen“, berichtete Wolfgang Scheef, Vorsitzender des Fördervereins Obstland.

„Letzte Woche wäre das Fest buchstäblich ins Wasser gefallen, doch wir hatten schon vor Monaten den neuen Termin ausgewählt. Da war natürlich viel Glück dabei.“ Das Dürrweitzschener Blütenfest ist traditionell das dritte in der Region, nach Leisnig und Sornzig.

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Ziel: Obst eine geografische Heimat geben

„Dahinter steckt natürlich die Obstland AG als Mäzen“, so Scheef. „Wir ringen darum, dem Obst eine geografische Heimat zu geben. So haben wir nach 15 Jahren Kampf endlich Schilder an der Autobahn aufstellen dürfen, die auf das sächsische Obstland hinweisen.“

Dem Obstland ganz nah kommen konnten Besucher auf eigens organisierten Rundfahrten mit dem Schlendrian-Zug. „Dabei geht es nicht nur ums bessere Kennenlernen der Gegend, sondern wir geben auch Tipps für den richtigen Schnitt von Obstbäumen“, sagte Wolfgang Scheefe.

Mit großem Engagement traten die Tänzerinnen vom Dürrweitzschener Carneval Club (DCC) beim Blütenfest auf. Die Frauen und Mädchen zeigten als Funkengarde, Funkenladys und kleine Funkengarde ihr Können – hier einige Impressionen.

Michael Händel vom Verein Bürgerzentrum Thümmlitzwalde freute sich darüber, dass beim Fest viele Vereine Hand in Hand arbeiten: „Das ist ein Fest der Macher und Anpacker, alles funktioniert hier nur gemeinsam.“ Auch die Zusammenarbeit mit den Reitern funktioniere perfekt, so könnten die Besucher vom Reitsportturnier aufs Fest wechseln und wieder zurück.

Auch an der Kuchentafel war Gemeinschaftsarbeit angesagt: „Alle Vereine haben fleißig gebacken, ob Schützen, der DCC oder die Fußballer“, sagte Kathrin Schneider vom Sportverein Thümmlitzwalde. Der zählt derzeit stolze 200 Mitglieder. „Bei uns machen alle Altersgruppen mit, die Älteste in der Seniorensportgruppe ist 86 Jahre“, so Hertis Scheefe vom Verein.

Richtiges Händchen bei Musikband

Das richtige Händchen müssen die Organisatoren auch bei der Auswahl der passenden Band beweisen. „Da kann einiges schiefgehen, doch bis jetzt haben wir immer richtig gelegen“, so Michael Händel. „Im Bereich der Amateurmusik ist derzeit richtig was los“, so Wolfgang Scheefe. „Es muss nicht immer einen teure Profiband sein. Ich habe mal richtig gestaunt, als von einer Mindestspielzeit von fünf Stunden die Rede war.“ So lange würden Profis nie spielen. „Bei den Amateuren steckt richtig viel Herzblut drin.“

Amateure mit großem Engagement sind auch die Tänzerinnen vom Dürrweitzschener Carneval Club (DCC). Die Frauen und Mädchen zeigten als Funkengarde, Funkenladys und kleine Funkengarde ihr Können.

25 neue Tanzmitglieder beim DCC

Die Mitgliederzahlen der Gruppen seien in den vergangenen Wochen regelrecht nach oben geschossen. „Nach dem Fasching ging das los, wir haben nun 25 neue Mitglieder“, freute sich Mandy Neumüller, die Vizepräsidentin des Vereins.

Grund sei die Anziehungskraft der Kindertanzgruppen. „In unseren Dörfern gibt es viele Kinder, die einfach gern tanzen. Und wir kümmern uns ja auch in den Ferien um die Freizeitgestaltung.“ So kämen dann auch die Geschwister mit, und auch Eltern würden sich oft fürs Mitmachen im DCC entschließen.

Das Reitsportturnier gehört ebenfalls zum Blütenfest. Quelle: Bert Endruszeit

Von Bert Endruszeit