Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Rad-Codierung: In Grimma fehlt’s an Aufklebern
Region Grimma Rad-Codierung: In Grimma fehlt’s an Aufklebern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:03 17.09.2019
Codierung eines Rades: In Grimma gab es dabei jetzt ein Problem. Quelle: Kathrin Kabelitz
Grimma

Für die Sicherheit seines Rades ist jeder selbst verantwortlich, weiß der Grimmaer Ulrich Göpel. Also wollte er das neue Fahrrad seines Enkels und sein eigenes E-Bike im Polizeirevier Grimma codieren lassen. Kurz entschlossen rief er auf der Dienststelle an und wollte wissen, wo und wann er beide Räder kennzeichnen lassen könne – musste den Hörer aber enttäuscht auflegen. Denn er wurde abgewiesen mit den Worten: „In Grimma geht das nicht mehr, Sie müssen nach Leipzig fahren.“ Es müsse doch machbar sein, wenigstens einmal pro Monat in der großen Kreisstadt Grimma so eine Codierung vorzunehmen, wandte sich Ulrich Göpel kopfschüttelnd an die LVZ und fragte: „Oder fehlt auch hier das Personal?“

Revierleiter bedauert den Vorfall

Revierleiter Falk Donner bedauert den Vorfall, der nach der LVZ-Anfrage ausgewertet worden sei. Er verweist auf ein Problem, das sich wohl schon ein halbes Jahr hinzieht. Seinen Worten zufolge fehlt es an den nötigen Aufklebern für die Codierung, auch derzeit sei nur eine geringe Anzahl vorrätig. Möglicherweise habe der angerufene Beamte vermutet, dass der Nachschub auf sich warten lässt. Donner hat keine Erklärung, warum die Lieferung der Etiketten so zäh verläuft. Er bekräftigt aber, dass die Codierung im Grimmaer Revier möglich ist – auch wenn es mal gehangen hat. Niemand solle abgewiesen werden.

Zwei Polizisten für Codierung zuständig

In der Dienststelle in der Köhlerstraße sind eine Polizistin aus dem Streifendienst und ein Bürgerpolizist für die Fahrradcodierung zuständig. Donner empfiehlt Codierungswilligen, nicht auf gut Glück vorbeizukommen, sondern anzurufen und einen Zeitpunkt zu vereinbaren. Feste Termine für diesen Service gebe es nicht.

„Wir wollen bürgernah agieren“, sagt der Revierleiter. So sei es durchaus möglich, dass bei einer Bündelung von Anfragen auch eine Codierung in Brandis oder Wurzen vorgenommen werden kann. Und für den ein oder anderen aus dem Muldental sei es vom Weg her vielleicht sinnvoll, sein Rad eher bei der Leipziger Polizei codieren zu lassen.

Inzwischen wird Klebecodierung angewandt

Von der Gravurcodierung ist die Polizeidirektion Leipzig, zu der das Revier in Grimma gehört, abgekommen.Bei der inzwischen angewandten Klebecodierung wird ein spezielles Etikett verwendet, das gegen unbefugtes Ablösen besonders gesichert ist. Die Merkmale des Rades müssen per Hand in den Computer eingegeben und das System gepflegt werden, erläutert Revierleiter Donner den Aufwand. Das System sei aber eine „gute Geschichte“ und helfe, nach einem Diebstahl aufgefundene Fahrräder dem Besitzer rasch zuzuordnen. Die Rahmennummer allein sei nicht aussagekräftig, so Donner.

Die Codierung soll einen weiteren Nutzen für den Radbesitzer haben. Potenzielle Langfinger schreckt es ab, wenn sie die Kennzeichnung bemerken. Denn die Gauner stehlen nicht selten Fahrräder, um sie zu Geld zu machen. Eine Registrierung stört dabei empfindlich, denn sie zeigt, wer der Eigentümer des Zweirades ist.

Von Frank Prenzel

Der Orgelherbst in Grimma stimmt auf ein gewaltiges Musikerlebnis ein. In der Frauenkirche wurde jetzt Hesses Werk aufgeführt, dass Stationen aus dem Leben des Heiligen Franz von Assis thematisiert. Dabei erklangen 13 Gongs.

17.09.2019

Ein Jahr nach der Fertigstellung erhielt die Naunhofer Kita an der Melanchthonstraße einen Namen. Sie heißt jetzt „Seesterne“. Die Belegung verläuft relativ schleppend, und das hat einen misslichen Grund.

16.09.2019

Die Grimmaerin Sylvia Gretschel hat ein neues Strick-Objekt geschaffen. Dieses Mal verwandelte sie Betonsäulen in spielende Kinder. Die 62-Jährige fiel schon mit einigen großen Woll-Ummantelungen auf und holte sogar einen Weltrekord.

16.09.2019