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Grimma Risse im Gebäude: Tierheim bei Grimma schlägt Alarm
Region Grimma Risse im Gebäude: Tierheim bei Grimma schlägt Alarm
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18:04 02.12.2019
Um die Spendenbereitschaft zu forcieren, lassen sich die Mitarbeiter im Tierheim Schkortitz immer etwas einfallen. So legten sie für 2020 einen Tierkalender auf. Quelle: Thomas Kube
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Grimma/Schkortitz

Der Tierschutzverein Muldental schlägt Alarm. Der Bauzustand des Tierheimes im Grimmaer Ortsteil Schkortitz ist inzwischen so beängstigend, dass er um die Existenz des Heimes bangt. Vereinschefin Ricarda Höfer wandte sich deshalb jetzt mit einem Hilferuf an die Öffentlichkeit. Dieser Tage gingen auch exakt 102 Briefe an Mitglieder und Vereinsfreunde, um sie über die Lage in Kenntnis zu setzen.

Mitglieder des Vereins sind in Situation eingeweiht

Höfer, auch leitende Hand im Tierheim, schätzt die Situation als drastisch ein. „Zum Abschluss des Jahres 2019 haben wir trotz Vermittlungszahlen, die alle bisherigen Jahre in den Schatten stellen, traurige Nachrichten und aus diesem Grund eine außerordentliche Mitgliederversammlung abgehalten.“ Dort sei das aktuelle Problem zur Bausubstanz ausführlich erläutert worden, das „im vollem Umfang seit Mitte Oktober über und in unseren Köpfen schwebt“, so die 41-Jährige.

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Stete Nässe, Schimmelbefall und Risse in den Wänden seien kein neues Problem, „abfallende Fliesen und rieselnder Putz begleiten uns schon seit Jahren“. Das gesamte Gebäude durchzögen feine Risse. Doch die neuesten Feststellungen sind noch Besorgnis erregender. Im Zuge von Sanierungsarbeiten in einem Zimmer für Katzenvermittlung (Mai bis Juni) und Küche (September und Oktober) sei den Fachleuten „die massive Zunahme von Rissen“ aufgefallen. Nach einem Rundgang durchs Gebäude seien die zuständigen Stellen alarmiert worden.

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„Selbst im fachgerecht sanierten Katzenvermittlungszimmer sind seit der Fertigstellung im Juni neue Risse zu sehen“, informiert Höfer. Wie auch im Duschraum und Hundegang. Richtung Feld scheine sich der Boden massiv zu senken, in den Wänden befinde sich Feuchtigkeit.

Laut Höfer hat die Stadtverwaltung Grimma im Oktober zwar eine Einsturzgefahr ausgeschlossen. „Passiert aber wieder lange nichts, wird ein lebensgefährlicher Zustand eintreten, der die Nutzung verhindern und uns den Zugang zu diesen elementaren Bestandteilen des Tierheims unmöglich machen wird.“

Gebäude ist im Besitz der Stadt Grimma

Höfer spricht von einem intensiven Austausch mit der Stadt Grimma, der das Objekt gehört. Voraussichtlich werde es im Januar eine fundierte Aussage zur Lösung des Problems geben. Die Kommune habe ein Gutachten in Auftrag gegeben, „um der Ursache auf den Grund zu gehen“. In einem ersten Schritt sei eine Tiefenbohrung geplant, um den Baugrund zu untersuchen. Höfers Worten zufolge gibt es drei Optionen, um das Problem aus der Welt zu schaffen: Trockenlegung und Sanierung. Teilweise Trockenlegung und Sanierung plus teilweise Neubau. Neubau.

Spenden für die Zukunft des Tierheimes

Der Tierschutzverein ruft zur Hilfe auf und ist offen für Angebote jeglicher Art. Und er startet einen Spendenaufruf, um den Fortbestand des Tierheimes zu sichern. Das Problem werde nicht nur Zeit, Nerven und Kraft, sondern auch viel Geld kosten, verdeutlicht Keller und spricht von einer Mammutaufgabe. Leider stehe Tierschutz politisch und gesellschaftlich oft hinten an. Sie und ihre Mitstreiter hoffen, dass sich das ändert. Das Projektkonto, unter dem bisher für Sanierungsvorhaben gesammelt wurde, steht deshalb ab sofort unter dem Betreff „Zukunft TH Schkortitz“.

Projektkonto: IBAN: DE35 8606 5483 0104 3019 83 / BIC: GENODEF1GMR / Verwendungszweck: Zukunft TH Schkortitz (Adressangabe für Spendenquittung)

Von Frank Prenzel

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