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Grimma Schornsteinfeger fuhr 3000 Kilometer mit dem Fahrrad durch Patagonien
Region Grimma Schornsteinfeger fuhr 3000 Kilometer mit dem Fahrrad durch Patagonien
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13:03 02.09.2019
Reiste mit dem Rad durch Patagonien und Feuerland: Bezirksschornsteinfeger Olaf Hilgers beim Vortrag in der Kirche Klinga. Quelle: Ralf Saupe
Parthenstein/Klinga

„Eine Reise ans Ende der Welt – mit dem Rad durch Feuerland und Patagonien“ titelte Olaf Hilgers seinen Reisebericht, den er auf Einladung des Orgelfördervereins in der Klingaer Kirche hielt. Der den meisten als „bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger“ im hiesigen Kehrbezirk Bekannte packte seine sechs Wochen und 3000 Kilometer lange Fahrradreise in knappe zwei Stunden, eindrucksvolle Bilder und kurzweilige Erläuterungen.

Die überraschend zahlreichen Gäste hatten sich zuvor mit Getränken ganz nach Geschmack ausrüsten können, und trotz der lediglich vom grellen Beamerlicht durchschnittenen Dunkelheit im Kirchenschiff fiel kein Auge zu. Das lag sicher neben dem Reiz des den meisten unbekannten Reisegebiets auch an der pointierten Gliederung des Vortrags. So spannte Hilgers weitab jeder minutiösen Chronologie einschläfernder Diaabende den Bogen von besonderen Erlebnissen, Impressionen aus der Natur, Begegnungen mit den Menschen vor Ort bis hin zu den Spuren deutscher Auswanderer des 19. Jahrhunderts.

Pedalritter stößt auf ungewohnte Offenheit

„Ob bei der Freiwilligen Feuerwehr, in der Bäckerei oder in Familien: Eine kostenlose Übernachtung war kein Problem und endete oft im gemeinsamen Miteinander.“ Eindrucksvoll schilderte der Pedalritter die ungewohnte Offenheit, Freundlichkeit, Einfachheit und Hilfsbereitschaft der Menschen zwischen schier unendlicher Pampa, kaltem Regenwald, fünf Kilometer breiten Gletscherzungen, 400 Meter hohen Wasserfällen und urzeitlichen Mammutbäumen.

Großes Interesse: Die Klingaer Kirche war beim Vortrag von Olaf Hilgers gut besucht. Quelle: Ralf Saupe

„Die Ruhe und Langsamkeit ist für Mitteleuropäer schwer zu ertragen“, reflektierte der Weltenbummler, der auf seiner Tour doch die Exklusivität schätzen lernte, jederzeit sein Zelt aufschlagen zu können und die ganze Natur und Ruhe für sich ganz allein zu haben. „Fertig vom Radfahren und einen kleinen Wolkenschieber in den Tee, dann schläft man ein“, resümierte Hilgers mit sinnigem Lächeln.

Spuren eines Klingaers in Südamerika

Das Auditorium in Klingas Kirche folgte gespannt und ganz „ohne Reifenpanne“ dem Vortrag, der am Ende fast doppelt so lange währte wie geplant und sogar mit einer Überraschung schloss: Denn Hilgers stieß auf seiner 2015 durchgeführten Tour zufällig auf die Spuren des mit Klinga eng verbundenen Alfred Bleichert. Dessen Leipziger Firma hatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Südamerika die größte Lastseilbahn der Welt errichtet.

Orgelsanierung beginnt im Herbst

Dem verdienten Applaus und Dankeschön mit Klingaer Orgelwein schlossen sich zahlreiche Gespräche und Nachfragen im kleineren Kreis an. Die Spenden anlässlich der Veranstaltung kommen der Restaurierung der Klingaer Orgel zugute. Und die, so verriet Vereinsvorsitzender Andreas Michel, wird im Oktober/November dieses Jahres mit dem Ausbau der Orgel beginnen.

Von Ralf Saupe

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