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Grimma Schulneubau im Grimmaer Ortsteil Böhlen wird teurer
Region Grimma Schulneubau im Grimmaer Ortsteil Böhlen wird teurer
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10:49 15.04.2019
Platzt aus allen Nähten und ist nicht mehr sanierungswürdig: Die Oberschule Böhlen (Stadt Grimma) erhält einen Ersatzneubau. Quelle: Andreas Döring
Grimma

Die Stadt Grimma hat die Kosten für den Neubau der Oberschule Böhlen noch einmal nach oben korrigieren müssen und vom Stadtrat in einer zweiten Ergänzung zum Baubeschluss absegnen lassen. Danach steht jetzt eine Bausumme von rund 10,5 Millionen Euro im Raum.

Schulneubau wird vom Freistaat gefördert

Aus dem Schulbau-Programm kann die Kommune mit 40 Prozent und damit knapp vier Millionen Euro Fördermittel rechnen. Etwa 6,5 Millionen Euro muss sie aus eigener Kraft stemmen. Grundlage der korrigierten Kosten ist die Berechnung vom 11. Februar auf Grundlage der bestätigten Genehmigungsplanung. Die Buswendeschleife und die IT-Ausstattung im neuen Schulhaus am Dorfrand sind darin nicht enthalten, heißt es im Beschluss.

Als der Baubeschluss im Juli 2015 gefasst wurde, ging die Stadt von 8,4 Millionen Euro für den Ersatzneubau aus. Die Colditzer Klage gegen das Vorhaben führte dann nicht nur zu einer zeitlichen Verzögerung, sondern durch gestiegene Baupreise auch zu einer Kostenexplosion. Nach dem juristischen Sieg der Stadt Grimma standen im vorigen Herbst bereits 9,6 Millionen Euro im Raum, die aber auch nicht mehr zu halten sind.

Anmeldungen sichern Zweizügigkeit der Schule in Böhlen

„Ich fiebere wie meine Kollegen dem Baubeginn entgegen, werde es als Lehrerin aber nicht mehr erleben“, sagte bei der Beschlussfassung Martina Keller, die an der Oberschule seit mehr als 40 Jahren unterrichtet und für die Linke im Stadtrat sitzt. Die Zukunft der Schule müsse gesichert werden, verwies sie auf stabile Anmeldezahlen. Die Zweizügigkeit sei kein Problem. Für das nächste Schuljahr wurden 56 neue Fünftklässler angemeldet und damit fünf mehr als im Jahr zuvor. Böhlens Ortsvorsteherin Jana Wnuck meinte, dass es längst Zeit sei für den Bau. „Wir haben ja schon ein paar Jahre Investitionsstopp im alten Schulhaus.“

Verkehrserschließung im Sommer geplant

Voraussichtlich im Sommer wird zunächst mit dem Bau der Bushaltestelle und -wendeschleife sowie einer öffentlichen Freifläche mit Stellplätzen begonnen, informiert Grimmas Rathaussprecher Sebastian Bachran über die verkehrliche Erschließung. Die Buswendeschleife sei gleichzeitig die Zufahrt zum Feuerlöschteich. Laut Bachran werden über diese Straße auch die Stellplätze für die Lehrer erschlossen. Zusätzlich seien öffentliche Stellplätze mit separater Ein- und Ausfahrt und Gehwege geplant.

Die Gesamtausgaben für diesen Part belaufen sich den Angaben zufolge auf 554.000 Euro. 369.000 Euro erhält Grimma als Fördergeld. Die Förderung für den Neubau der Bushaltestelle und Wendeschleife hatte die Stadt im Rahmen der Richtlinie ÖPNV beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr beantragt. Zuwendungsfähig sind hier laut Bachran nur Baukosten für die Anlagen, die dem öffentlichen Personennahverkehr dienen. Für die öffentliche Freifläche zwischen Haltestelle und Schule und die Stellplätze mit separater Zu- und Ausfahrt wird die Förderung über die Richtlinie Ländliche Entwicklung beantragt. Der Fördersatz beträgt jeweils 75 Prozent.

Von Frank Prenzel

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