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Grimma Seniorentanzgruppen geben im Lossatal den Takt an
Region Grimma Seniorentanzgruppen geben im Lossatal den Takt an
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11:23 22.05.2019
Konzentration auf die richtigen Schrittfolgen regt den Geist der tanzenden Senioren an. Quelle: Frank Schmidt
Lossatal

Knapp 80 Senioren haben sich in Heyda, Gemeinde Lossatal getroffen, um im Garten des dortigen Rittergutes eine flotte Sohle auf den Rasen zu legen. Richtig, nicht aufs Parkett in einem Tanzballsaal, sondern unterm Blätterdach im Schoß von Mutter Natur. Und das seit nunmehr 20 Jahren, wie Wolfram Herzog als einer der Organisatoren wissen ließ. Er leitet als eine Säule der Organisatoren dieser Seniorentanzbewegung über die Volkshochschule (VHS) die Tanzgruppe in Röcknitz und die vom Gesundheitssportverein Brandis.

Eine zweite Säule wird mit Gabriele Lawonn gestellt. Sie leitet eine Tanzgruppe in Trebsen und Naunhof sowie zwei in Grimma. Und als dritte Säule steht Cornelia Salanga bereit, denn sie leitet in Wurzen die Tanzgruppen der Volkshochschule und der Volkssolidarität. Und dank einer inzwischen überregionaler Ausstrahlung kam sogar eine weitere Tanzgruppe aus Dahlen dazu, die von Petra Göllnitz geleitet wird.

Etwa 80 Senioren treffen sich seit 20 Jahren immer im Wonnemonat Mai zum Tanz im Grünen Quelle: Frank Schmidt

Tänzerisches Stelldichein im Schoß von Mutter Natur

Allesamt haben sich wieder zum Seniorentanz im Grünen ein beeindruckendes Stelldichein gegeben. Als Gastgeber trat erneut die Familie von Carlowitz auf. „Ich freue mich jedes Mal, wenn die Tanzgruppen einmal im Jahr in unserem Garten für ihre gemeinsamen Tänze zusammenkommen“, zeigte sich die Hausherrin Margarete v. Carlowitz glücklich und reihte sich in den Tanzreigen mit ein. Sie begann mit dem Seniorentanz in der Grimmaer Tanzgruppe von Gabriele Lawonn. Und mit ihr ist im Gespräch mal die Idee für den Seniorentanz im Grünen geboren und freilich rasch umgesetzt worden.

Etwa 80 Senioren treffen sich seit 20 Jahren immer im Wonnemonat Mai zum Tanz im Grünen Quelle: Frank Schmidt

Dafür hatte sich der Wonnemonat Mai meteorologisch all die Jahre dankbar gezeigt, denn bisher konnten diese Seniorentänze tatsächlich immer unter freiem Himmel zelebriert werden. Wohl nur ein einziges Mal musste der Tanznachmittag in den Saal des Herrenhauses verlegt werden, erinnerte sich Herzog.

Wonnemonat Mai zeigt sich meteorologisch dankbar

Soll heißen: schlechtes Wetter ist eine denkbar ungünstige Ausrede, mit dieser Tradition zu brechen. Denn für die Teilnehmer stehen die Freude an der Bewegung und das Erleben in der Gemeinschaft im Vordergrund. Diese Senioren wollen weit mehr als nur Ringelpiez mit Anfassen. „Wir orientieren uns an den Vorgaben des Bundesverbandes für Seniorentanz. Von dort gibt es Anregungen für Schrittfolgen, die ausschließlich für die ältere Generation konzipiert worden sind, wo eben nicht mehr so viel gedreht oder gar gesprungen wird.

Der Seniorentanz im Grünen ist mehr als nur Ringelpietz mit Anfassen, hier geht es um den Spaß an der Bewegung und das Erleben in der Gemeinschaft Quelle: Frank Schmidt

Es geht einfach darum, sich altersgerecht zu bewegen, aber auch den Geist anzustrengen, denn jeder muss sich die Schrittfolgen einprägen, was im Alter schon eine große Herausforderung sein kann oder auch ist“, sagte Tanztrainer Herzog. Auffallend aber war, dass unter den vielen Tänzern zwischen 50 und open end – der älteste Teilnehmer ist aktuell 84 Jahre - nur eine Hand voll Männer zu sehen waren.

„Nur Mut Männer, macht bei uns mit“

„Ja leider, die Männer haben Angst, sich zu blamieren. Aber nur Mut, die anderen können es auch nicht viel besser oder schlechter - macht einfach bei uns mit“, appellierte Herzog an vermeintliche Tanzmuffel.

Von Frank Schmidt

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