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Grimma Letztes Flutschutztor in Grimma wird auf Dichtheit geprüft
Region Grimma Letztes Flutschutztor in Grimma wird auf Dichtheit geprüft
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09:04 04.07.2019
Das letzte Fluttor, welches erst vor gut zwei Wochen eingebaut wurde, muss sich einer Dichtprüfung unterziehen - erst nach bestandenem Test gilt die Muldestadt entgültig als hochwassersicher. Quelle: Frank Schmidt
Grimma

Nachdem vor gut zwei Wochen die letzte von insgesamt 78 Maueröffnungen im neuen Hochwasserschutzwall von Grimma medienwirksam geschlossen worden war, haben sich nun noch einmal alle Augen auf eben dieses letzte Fluttor gerichtet. Das muss sich nämlich, wie übrigens alle anderen eingebauten Öffnungen auch, einer abschließenden Sicherheitsprüfung unterziehen. „Und die besteht darin, das Tor auf Dichtheit zu prüfen, um zu sehen, ob es die Anforderungen erfüllt“, erklärte dazu Thomas Zechendorf. Diesbezüglich zeigte sich der 44-jährige Projektleiter durchaus optimistisch.

Das letzte Fluttor, welches erst vor gut zwei Wochen eingebaut wurde, muss sich einer Prüfung auf Dichtheit unterziehen. Dafür werden Elemente vormontiert, um den Zwischenraum mit Wasser füllen zu können Quelle: Frank Schmidt

„Schief gehen kann eigentlich nichts mehr. Wir haben ja gesehen, dass der Einbau schon reibungslos verlief. Zweck dieser Übung ist nun zu sehen, ob das Tor richtig anliegt oder ob hier und da noch eine Verschraubung nachjustiert werden muss. Dann werden wir auch sehen, ob die Gummidichtungen halten, was sie versprechen.“ Immerhin drückt im Hochwasserfall eine Wassersäule von 3,5 Meter auf das Tor.

Genau diese Situation ist mit der Dichtheitsprüfung simuliert worden. Dafür wurden auf der Wasserseite des Tores Elemente aus der sogenannten zweiten Ebene so aufgebaut und montiert, dass ein Zwischenraum von gut 40 Zentimetern entstand, der wiederum bis Oberkante-Unterlippe mit Wasser gefüllt wurde.

Letztes Fluttor unter Druck

Diesem so künstlich erzeugten Druck muss das Fluttor mindestens 30 Minuten standhalten – und hat es auch, obwohl kaum nennenswerte Mengen Wasser aus irgendwelchen Ritzen oder Schlitzen durchsickerten. Dass genau dieses Szenario eintreten könnte und auch bei der Prüfung am Mittwoch eingetreten ist, war den Experten vor Ort völlig klar.

Das letzte Fluttor, welches erst vor gut zwei Wochen eingebaut wurde, muss sich einer Dichtigkeitsprüfung unterziehen – erst nach bestandenem Test gilt die Muldestadt endgültig als hochwassersicher. Quelle: Frank Schmidt

Zweite Ebene bietet zusätzliche Sicherheit für Grimma

„Damit haben wir gerechnet. Was also jetzt noch an Wasser durchdringt, hat kleinere Ursachen wie beispielsweise ein Stein in der Abdichtung. Aber das liegt im absoluten Toleranzbereich und hat keine Auswirkung auf die Funktionstüchtigkeit des Fluttores“, zeigte sich Zechendorf schlussendlich froh. Außerdem habe man ja noch die schon erwähnte zweite Ebene. Das sind mobile Spundbalken aus Aluminium mit Gummidichtungen, die auf der Landseite vor das geschlossene Hochwasserschutztor zu einer Wand aufgebaut werden können.

Ergo: Mit bestandener Druck- und Dichtheitsprüfung des letzten Tores darf sich Grimma nun endgültig als hochwassersicher fühlen.

Von Frank Schmidt

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