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Grimma So soll die neue Naunhofer Grünstadt am Grillensee aussehen
Region Grimma So soll die neue Naunhofer Grünstadt am Grillensee aussehen
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12:09 13.03.2019
So soll die Grünstadt Naunhof zwischen Grillensee (oben) und Osttangente (unten) einmal aussehen. Der rechte Bereich wird zuerst bebaut. Rechts unten die neue Kindertagesstätte an der Melanchthonstraße. Quelle: LBU
Naunhof

Mit grünem Licht für die Grünstadt Naunhof rechnet Karl-Heinz Schenk. Der Geschäftsführer der Leipziger Beton-Union möchte im Frühjahr mit der Erschließung des riesigen Wohngebiets beginnen. Es fehlt nur noch ein Beschluss des Stadtrats, der aber eine reine Formsache sein dürfte.

Im November vergangenen Jahres hatte das Kommunalparlament der vierten Änderung des Bebauungsplans schon einmal zugestimmt. Die gesetzliche Frist zur Auslegung ist nun abgelaufen. „Es gab keine gravierenden Einwände“, sagt Schenk. „Das heißt, der Stadtrat kann den Plan jetzt im März beschließen. Ich gehe davon aus, dass er das machen wird, weil der Inhalt im Vergleich zu November gleichgeblieben ist.“

Neuer Entsorgungskorridor in Naunhof

Die Änderung betraf die Schmutz- und Regenwasserentsorgung aus dem künftigen Wohngebiet. Ursprünglich war vorgesehen, eine Leitung über die Melanchthonstraße in die Wurzener Straße zu verlegen. Inzwischen stellte sich aber heraus, dass die Auslastung des Abwassernetzes in diesem Bereich zugenommen hat. „Wahrscheinlich hätte die Kapazität nicht mehr gereicht, um auch das Wasser aus unserem Gebiet mit aufzunehmen“, meint Schenk.

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Ein alternativer Korridor wurde gesucht und gefunden. Nun soll das Abwasser unter der Bahnlinie hindurchgeführt und in der Nähe von Möbel Günz in einen vorhandenen Kanal in der Brandiser Straße eingeleitet werden. Dieser weist die benötigte Dimension auf. „Die wasserrechtliche Genehmigung beantragen wir im Landratsamt“, sagt der Investor.

Grünstadt wird ab Frühjahr erschlossen

Sein Ziel ist es, im Frühjahr mit der Erschließung des ersten von drei Bauabschnitten zu beginnen. Dieser umfasst eine Fläche von 42.000 Quadratmetern zwischen der Melanchthonstraße und der Straße Zum Grillensee. „Nachdem wir im vergangenen Jahr schon Wildwuchs beseitigt und einige Geländeregulierungen vorgenommen haben, geht es jetzt darum, die Medien in die Erde zu bringen“, sagt Schenk. Wasser-, Abwasser-, Gas- und Stromleitungen seien zu verlegen. Die Telekom wolle Glasfaserkabel bis zu jedem Haus ziehen. Zum Schluss erfolge der Straßenbau, die Verkehrswege würden anschließend in städtische Hände übergeben.

Neues Wohngebiet: Links von dieser Straße soll die Grünstadt Naunhof entstehen. Rechts ist ein Teil der neuen Kindertagesstätte zu sehen. Quelle: Frank Pfeifer

80 Parzellen für Häuer zu vergeben

Bis Jahresende möchte Schenk die Erschließung beendet haben. Wann sie als gesichert gilt, muss aber das Naunhofer Bauamt entscheiden. Sobald die Straßen im Wohngebiet befahrbar sind, heißt es von dort, können Bauwillige ihre Bauanträge bei der Stadt einreichen. Sie würden dann zügig bearbeitet und ans Landratsamt weitergeleitet, das für die Genehmigung zuständig ist. Rund 80 Parzellen mit einer Größe von 500 bis 800 Quadratmetern stehen laut Schenk zur Verfügung, die meisten seien bereits vergeben.

Weitere Abschnitte in Naunhof Planung

Die Arbeit an den zwei weiteren Bauabschnitten hat nach Schenks Worten schon begonnen. „Dafür laufen vorbereitende Planungen“, sagt er. Zunächst geht es um einen Abschnitt, der an der Straße des 9. November beginnt und entlang des Lärmschutzwalls am Solarpark verläuft. Mehrgeschosser könnten dort entstehen, sicher ist aber noch nichts.

Standort weitgehend beräumt: Hier soll die Grünstadt Naunhof aus dem Boden gestampft werden. Quelle: Frank Pfeifer

Zuletzt wird der Bereich direkt am Grillensee angegangen, wobei die Grundstücke nicht bis ans Ufer heranreichen sollen. Denkbar ist neben der Wohnbebauung auch eine Ansiedlung von Gastronomie- und Hotelbetrieben. Ein großer Park mit Teich wird am Ende das Zentrum der über zwölf Hektar großen Gesamtfläche bilden, deshalb der Name Grünstadt.

Altes Betonwerk ist Geschichte

Dort, wo sie aus dem Boden gestampft wird, stand ab den 1960er-Jahren ein Spannbetonwerk. 1990 wurde es privatisiert und lief nun unter dem Namen Leipziger Beton-Union. Diese beendete 1998 die dortige Produktion und riss daraufhin die Gebäude weitgehend ab. Inzwischen stellt sie nirgendwo mehr Beton her, sondern betreibt und entwickelt gewerbliche Standorte wie jenen in Naunhof.

Von Frank Pfeifer

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