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Grimma Sparkasse Muldental eröffnet Direkt-Filiale
Region Grimma Sparkasse Muldental eröffnet Direkt-Filiale
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13:56 27.06.2019
Die Sparkasse Muldental startet zum 1. Juli ein Telefonservice-Center, das den Namen Direkt-Filiale trägt. Es wird von Silke Neumann geleitet. Quelle: Thomas Kube
Grimma

Die Telefonate und Online-Anfragen an die Sparkasse Muldental laufen ab Montag in der sogenannten Direkt-Filiale am Grimmaer Markt zusammen. Dort hat sich in den letzten Tagen ein sechsköpfiges Frauenteam in der zweiten Etage eingerichtet und wird – die Headphones aufgesetzt – wochentags von 8 bis 18 Uhr erreichbar sein. Die Bank reagiert damit auf das veränderte Kundenverhalten. In der Direkt-Filiale werden nicht nur Auskünfte erteilt und Gespräche vermittelt, sondern – und das ist neu – Aufträge rund um Konto, Kreditkarte, Depot und Online-Banking am Hörer abgearbeitet. Der Kunde spart sich so den Weg in die Filiale.

Im Gebäude am Grimmaer Markt wurde die Direkt-Filiale eingerichtet. Quelle: Thomas Kube

Bisher gab es in der Hauptfiliale in der Straße des Friedens ein mit drei Frauen besetztes Kunden-Service-Center mit zwei Telefon-Arbeitsplätzen. Dieser telefonische Anlaufpunkt war nur zu den Öffnungszeiten der Sparkasse erreichbar – die Mitarbeiter erteilten lediglich Auskünfte. Das ändert sich jetzt. Die Direkt-Filiale mit vier Telefon-Arbeitsplätzen hat nicht nur 50 Stunden pro Woche „geöffnet“, die Anrufer können hier auch Verträge abschließen und sich beraten lassen. Ein Girokonto eröffnen, eine Kreditkarte ordern, einen Dispokredit regeln oder einen Online-Banking-Vertrag abschließen – die Leiterin der Direkt-Filiale, Silke Neumann (52), nennt vier Klassiker, die ab Montag fernmündlich erledigt werden können. Bislang musste der Sparkassen-Kunde dafür eine Geschäftsstelle aufsuchen. Für die Unterschrift werden die Unterlagen zugeschickt.

Sparkasse schwimmt in der Welle mit

„Viele Kunden wollen die Dinge am Telefon klären und nicht mehr in die Filiale kommen“, beschreibt Vorstandsmitglied Stefan Müller den Trend. Darauf reagiere die Sparkasse. Vorreiter ist sie damit freilich nicht. „Wir sind in der Welle mit drin“, sagt Müller. Die sogenannten Direktbanken waren die Ersten, die mit einem reinen Telefon- und Online-Services den Markt aufmischten.

Auch die Internet-Filiale der Sparkasse Muldental ist immer gefragter. Etwa die Hälfte der 45.000 Kunden nutzt bereits die Online-Angebote des öffentlich-rechtlichen Geldinstitutes. Müller spricht von derzeit 1,2 Millionen Klicks im Monat. Die Online-Aufträge laufen ab Montag ebenfalls in der Direkt-Filiale auf und werden hier vom Allrounder-Team abgearbeitet.

Sparkasse will an den 13 klassischen Filialen festhalten

Obwohl Kundenwünsche zunehmend per Telefon und Internet die Sparkasse erreichen, will sie an den derzeit 13 klassischen Filialen und zwei SB-Standorten festhalten. Es gebe aktuell keine Ambitionen, an der Zahl etwas zu ändern, sagt Vorstandsmitglied Müller. Die Filialen würden nicht geschwächt. Derzeit beschäftigt die Bank 160 Mitarbeiter. Die Stellen der Direkt-Filiale wurden intern und extern ausgeschrieben.

Die Sparkasse Muldental startet zum 1. Juli dieses Jahres ein neues Angebot für ihre Kunden. Ein Telefonservice-Center, das den Namen Direkt-Filiale trägt. Quelle: Thomas Kube

Nun gibt es für Anrufer nichts Schlimmeres, als in einer Warteschleife zu landen – zumal die Direkt-Filiale in einem zweiten Schritt ihr Angebot ausbauen und am Telefon auch aktiv Finanzprodukte verkaufen möchte. Das Telefonaufkommen werde analysiert und entsprechend reagiert, erläutert dazu die diplomierte Betriebswirtin Neumann, die vor 36 Jahren bei der Sparkasse Muldental ihre Lehre begann und lange Zeit als Chefin für den Fachbereich Filialen tätig war. So sei Montagfrüh mit derzeit etwa 60 Anrufen eine Stoßzeit und der Vormittag gefragter als der Nachmittag.

Bei wachsenden Bedarf kann ihren Worten zufolge die Direkt-Filiale aufgestockt werden. Die Kapazitäten sind in der Etage im Markt-Gebäude vorhanden.

Von Frank Prenzel

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