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Grimma Steinbruch Trebsen darf länger arbeiten
Region Grimma Steinbruch Trebsen darf länger arbeiten
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10:22 29.08.2019
Der Steinbruch Trebsen. Er darf aus Sicht der Stadt bis Ende 2045 ausgebeutet werden. Quelle: fsw-Drohne
Trebsen

Nach langem Ringen ging es nun ganz schnell mit der Zustimmung der Stadt zur Verlängerung des Rahmenbetriebsplans für den Steinbruch Trebsen. Die Basalt AG kann ihn jetzt bis Ende 2045 ausbeuten. Laut der bisher geltenden Genehmigung hätte der Betrieb am 31. Dezember dieses Jahres eingestellt werden müssen.

Bevor die Stadträte am Montagabend ihre Daumen hoben, erfüllte ihnen die Verwaltung einen Wunsch, der als Voraussetzung für die Zustimmung galt. Sie präsentierte ihnen eine Beschlussvorlage zur Bildung einer Arbeitsgruppe „Steinbruch“, die neben dem Bürgermeister aus Stadträten sowie Vertretern der Ortschaftsräte Altenhain und Seelingstädt als auch der Basalt AG bestehen soll. Von Seiten der Kommune gehören ihr zunächst Stadtoberhaupt Stefan Müller (CDU), Manfred Müller (Bürgerinitiative für eine sichere Zukunft), Volker Killisch (Wählervereinigung Altenhain), Steffen Slowik (CDU) sowie die Ortsvorsteherinnen von Altenhain und Seelingstädt, Katrin Kamm und Susann Schumann, an.

Zusammenkunft bei Problemlagen

Die Arbeitsgruppe wird nicht turnusmäßig zusammenkommen. Vielmehr sollen sich die Mitglieder treffen, wenn im Zusammenhang mit dem Gesteinsabbau Probleme auftauchen. Konflikte hat es in der Vergangenheit schon öfter mit der Altenhainer Grube gegeben, weshalb der Wunsch besteht, auch die dortigen Schotter- und Splittwerke (Susa) in die Runde aufzunehmen.

Für die Basalt AG heißt es erst einmal Aufatmen. Nach zwei Sitzungen des Technischen Ausschusses und einer Beratung im Stadtrat kam vom Parlament grünes Licht für die Betriebsverlängerung. In der Vergangenheit holte sie jährlich 0,3 bis 0,5 Millionen Tonnen Quarzporphyr aus dem Steinbruch Trebsen, zulässig waren aber 1,2 Millionen Tonnen. Bei dieser Maximalmenge soll es auch bleiben. Sie könnte ausgeschöpft werden, wenn sich bundesweit der Bedarf an Gestein erhöht.

Zustimmung auch für Hohnstädter Grube

Auch eine Verlängerung des Abbaus in der Grube Hohnstädt befürworteten die Mandatsträger. Dort möchte die Basalt AG bis zum 6. Juni 2041 Quarzporphyr gewinnen. Slowik, der zur vergangenen konstituierenden Stadtratssitzung fehlte und nun von Bürgermeister Müller als Stadtrat nachverpflichtet wurde, begrüßte die einstimmigen Entscheidungen des Parlaments. „Die Ausnutzung offener Steinbrüche sollte Vorrang haben vor der Erschließung neuer“, sagte er mit Blick auf die Absicht der Susa, das Alte Tausend aufzumachen. „Wir wollen keinen sechsten Steinbruch in der Region kriegen.“

Bendix-Bade bleibt Vize-Bürgermeisterin

Zu Beginn der Sitzung wählte der Stadtrat den Stellvertreter des Bürgermeisters. Am 29. Juli hatten Markus Praprotnick (CDU) und Birgit Bendix-Bade (Gemeinsame Zukunft Trebsen/Altenhain/Neichen/Seelingstädt) ihre Kandidatur bekanntgegeben. Auf Prapronik entfielen jetzt fünf Stimmen, auf Bendix Bade acht. Sie hatte den Posten schon in der abgelaufenen Legislaturperiode inne.

Von Frank Pfeifer

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