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Grimma Straße von Kössern nach Förstgen wieder frei
Region Grimma Straße von Kössern nach Förstgen wieder frei
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19:25 19.12.2018
Anwohner stoßen nach Freigabe der Straße von Förstgen nach Kössern mit Sekt an. Quelle: Thomas Kube
Grimma/Förstgen

Womöglich betrachten es die Anwohner als ein großes Weihnachtsgeschenk: Zur besten Mittagsstunde wurde am Mittwoch die Kreisstraße von Förstgen nach Kössern nach ihrer zehnmonatigen Rundumerneuerung wieder für den Verkehr freigegeben. 1,85 Millionen Euro flossen in den Bau, an dem mehrere Partner beteiligt waren. Lob gab es zum feierlichen Akt von allen Seiten.

Fußweg zwischen Förstgen und Höfgen

Einige Frauen, die in der Förstgener Straße zu Hause sind und bereits das Rentnerdasein genießen, zogen nach dem Bandschnitt Piccolo-Sekt aus ihren Taschen und stießen zur Feier des Tages an. „Wir sind sehr zufrieden“, erzählte Petra Müller. „Die Bauleute haben fleißig und sauber gearbeitet und waren immer freundlich.“ Die Damen schätzen auch, dass es nun zwischen beiden Dörfern einen Fußweg gibt, der direkt an ihrer Haustür vorbei führt. Unter seinen Steinen liegt sogar schon ein Leerrohr, das einmal Glasfaser aufnehmen soll.

Nach zehnmonatiger Bauzeit ist die Straße zwischen den Grimmaer Ortsteilen Kössern und Förstgen wieder frei. Landkreis und Partner verbauten 1,85 Millionen Euro. Auch Anwohner kamen zum Bandschnitt.

Die Einschränkungen während der Bauzeit waren offenbar zu verkraften. „Die Anwohner wussten ja, wo Schlupflöcher sind“, bemerkte Renate Jahn. Es habe immer eine Möglichkeit gegeben, die Baustelle zu umfahren.

Gummibärchen für Bauarbeiter

Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) hatte neben einem Kasten Bier ein paar Gummibären-Tüten für die Bauarbeiter mitgebracht. Und erklärte auch warum. Wenn die beauftragte Strabag AG Sachsen/Thüringen (Gruppe Döbeln) eine Mitteilung an die Anwohner verteilte, hing gleich mal eine kleine Tüte Gummibären am Zettel. Berger, selbst in Förstgen zu Hause, revanchierte sich nun und freute sich über das gute Miteinander während der Bauzeit. Vor, während und nach dem Straßenbau werde in Grimma sonst immer gemeckert, meinte der Rathauschef. Hier sei das anders, erklärte er und dankte der Baufirma: „Ihr habt einen super Job in einer super Zeit gemacht.“

Versorgungsverbände im Gemeinschaftsprojekt

Das trockene Wetter spielte den Bauleuten in die Taschen, die Mitte Februar mit den Arbeiten begonnen hatten. „Wir sind sehr froh, die Zeit eingehalten zu haben“, bekräftigte Landkreis-Beigeordneter Gerald Lehne. Er lobte auch, dass neue Leitungen mit ins Erdreich gekommen sind. Das schaffe die Gewissheit, dass die Straße so schnell nicht wieder aufgerissen werden muss. Lutz Kunath, Geschäftsführer des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain (VVGG), würdigte, dass in dem Gemeinschaftsprojekt auch die Vereinbarung zur Finanzierung reibungslos funktionierte.

Als Bauherr trat der Landkreis Leipzig auf und hatte sowohl den Wasserverband als auch die Stadt Grimma und die Mitnetz Strom mit im Boot. Die Förstgener Straße wurde in zwei Abschnitten auf einer Länge von exakt 972 Metern erneuert, nachdem zwei Jahre zuvor bereits ein 640 Meter langer Kreisstraßen-Abschnitt in Kössern von Grund auf in Schuss gebracht worden war. Damit sind die Arbeiten hier ebenso beendet wie das Thema Vollsperrung.

Einheitliche Fahrbahnbreite und Versorgungsleitungen in der Erde

Der knappe Kilometer zwischen Förstgen und Kössern, zuvor in einem schlechten Zustand, erhielt eine einheitliche Fahrbahnbreite von sechs Metern. Ebenfalls erneuert wurden fünf Stützbauwerke. Für die Fußwege zeichnete die Stadt Grimma verantwortlich. So entstand ab Ortsausgang Kössern ein 1,50 Meter breiter Gehweg.

Die Kommunalen Wasserwerke investierten rund 450 000 Euro. Sie legten auf etwa 700 Metern einen neuen Mischwasserkanal und Hausanschlüsse. Der alte Kanal aus Steinzeug wies bereits Schäden auf und wurde nun durch Kunststoffrohre in gleicher Dimension ersetzt. Mitnetz brachte Mittel- und Niederspannungskabel in die Erde. Dem Landkreis wurden für den Straßenbau 80 Prozent Fördermittel gewährt.

Als Planer und Bauüberwacher fungierte die Leipziger Ingenieurbüro Martin GmbH. „Wir konnten fast optimal arbeiten“, freute sich Geschäftsführer Thomas Mehner. Unliebsame Überraschungen habe es nicht gegeben. Mehner lobte auch das Miteinander mit den Anliegern: „Immerhin hatten wir massive Eingriffe in die Grundstücke.“

Von Frank Prenzel

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