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Grimma Thais beeindruckt vom Bad Lausicker „Riff“
Region Grimma Thais beeindruckt vom Bad Lausicker „Riff“
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15:23 08.03.2019
„Riff“-Betriebsleiterin Annett Koza (blaues T-Shirt) führt die Gäste durchs Bad. Quelle: Thomas Kube
Bad Lausick

Sie waren überrascht von den Palmen und dem üppigen Grün. Sie sahen sich in der gläsernen Pyramide mit dem Sprungturm um, warfen einen Blick in die Salzgrotte, inspizierten die Außen-Schwimmbecken und wollten genau wissen, wie die Technik funktioniert: Fachbesucher aus Thailand kamen am Freitagmittag nach Bad Lausick, um sich ein Bild zu verschaffen vom Betrieb des Kur- und Freizeitbades „Riff“ und seines Thermalbrunnens.

Eingeladen hatte die 15-köpfige Gruppe aus Hoteliers, Ärzten und Touristikern der Europäische Heilbäderverband. Auf der Fahrt von der Internationalen Tourismus-Börse (ITB), die noch bis Sonntag in Berlin stattfindet, machte man nicht nur den Abstecher nach Sachsen, sondern schaut sich außerdem im tschechischen Franzensbad und in Weißenstadt und Bad Kissingen in Bayern um.

Hoteliers, Mediziner und Tourismus-Fachleute schauten sich am Freitag im Bad Lausicker Kur- und Freizeitbad „Riff“ um. Sie wollten wissen, wie ein Thermalbad funktioniert.

„Die Thailänder wünschen sich eine engere Zusammenarbeit mit Europa und vor allem Deutschland, um ihre Thermalbäder auszubauen und stärker nicht nur auf einheimische, sondern vor allem internationale Gäste auszurichten“, sagte Joachim Lieber vom Heilbäderverband.

In den Resorts dort dominiere die traditionelle thailändische Medizin, doch wolle man die vielen vorhandenen Thermalquellen für Gesundheit und Wellness erschließen. „In Thailand sind die Thermalbäder groß im Kommen. Die Betreiber möchten schauen, wie so etwas bei uns funktioniert“, bestätigte Alexander von Hohenegg-Quittek vom Marketingverbund Premium Kneipp Spas in Germany. Schließlich gebe es in Deutschland eine weit zurück reichende Tradition.

„Riff“-Betriebsleiterin Annett Koza führte Gruppe durch das Bad

„Riff“-Betriebsleiterin Annett Koza führte die sehr aufgeschlossenen Besucher in viele Bereiche des Bade- und Wellnesskomplexes. Das eisenhaltige Thermalwasser, auf das Bad Lausick seit der Nachwende-Zeit seinen Heilbad-Status gründet, wird im „Riff“ nicht nur dem Beckenwasser zugesetzt; es wird auch therapeutisch verabreicht. Kuren gibt es in der Stadt seit fast 200 Jahren. Deshalb freute sich Koza über die internationale Aufmerksamkeit.

„Wir sind verwundert, dass es in dieser kleinen Stadt eine so schöne Anlage gibt“, sagte Preecha Poolphokphol, Präsident des Thai Hot Spring Clubs und selbst Betreiber eines Resorts im Süden Thailands. Zwei Fragen seien ihm besonders wichtig: Wie erreiche man internationalen Standard? Wie komme man zu konkreten Partnerschaften?

Viele deutsche Wellness-Touristen fahren nach Thailand

Weil nach Thailand sehr viele deutsche Wellness-Touristen reisten, wolle man „wissen, was sie mögen und was sie nicht mögen“, sagte Ittirit Kinglek vom Tourism Council of Thailand. Deutsches Qualitätsverständnis und deutsche Technik genössen einen sehr guten Ruf; deshalb wolle man partizipieren, so der Hotelier. Für die Samui Spa Association und die Thai Spa Federation gehörte Wanwalee Tantikarn zur Delegation. Ihre Vereinigung arbeite eng mit dem Gesundheitsministerium in Bangkok zusammen, sagte sie. Dabei gehe es etwa um Service-Standards, die einfließen würden in Regelungen des Gesetzgebers.

„Riff“-Restaurant-Küchenchef Daniel Redler sorgte nach dem Rundgang für ein Essen, das auf ausdrücklichen Wunsch der heimischen Küche entstammen sollte: Es gab Rostbrätel.

Von Ekkehard Schulreich

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