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Grimma Trebsen begrüßt schottische Ehrengäste
Region Grimma Trebsen begrüßt schottische Ehrengäste
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18:04 13.09.2019
Besuch bei der 5b im Kunstunterricht: Monster malen die Kinder für eine Ausstellung, die am Wochenende im Schloss zu sehen ist. Die Gäste amüsiert’s, denn jeder weiß, es geht ums Ungeheuer von Loch Ness. Quelle: Frank Pfeifer
Trebsen

Trebsen ist eine „lovely town“, eine schöne Stadt, urteilt Irene McLoughlan. Mit einer siebenköpfigen Delegation war die Vorsitzende des Blackforder Partnerschaftskomitees am Donnerstagabend an der Mulde eingetroffen. Als Mitglied des Gemeinderats will sie am Sonntag neben dem Trebsener Bürgermeister Stefan Müller (CDU) die Urkunde unterzeichnen, die beide Kommunen offiziell miteinander verbinden soll.

Nach dem Flug von Edinburgh nach Berlin und der Bahnfahrt nach Leipzig holte die Trebsener Feuerwehr die Schotten vom dortigen Hauptbahnhof ab und drehte mit ihnen eine Runde durch ihre Stadt. Schon am Abend, den sie gemeinsam mit Vertretern des hiesigen Partnerschaftskomitees und ihren Gastfamilien verbrachten, kamen sich beide Seiten so nahe, dass sie den vorgefertigten Kontrakt änderten. „Eigentlich sollte die Partnerschaft für fünf Jahre beschlossen werden mit der Option, sie um drei Jahre zu verlängern. Aber nun haben wir sie ohne Limit vereinbart“, verkündete Müller.

Da kommen sie her: Irene McLaughlan vom Blackforder Gemeinderat markiert auf der Karte ihren Heimatort in Schottland und Oberschulleiter Detlef Hörig zeigt, wie weit weg das doch von Loch Ness ist. Quelle: Frank Pfeifer

Rundgang vor den Highland-Games

Bevor die Internationalen 20. Talisker Highland-Games – mittlerweile die größten in Festland-Europa – am späten Freitagnachmittag begannen, sollten die Ehrengäste Trebsen näher kennenlernen. Ein Besuch beider Schulen und der Papierfabrik „Julius Schulte“ standen für die Vertreter des Blackforder Gemeinderats, des Komitees der dortigen Schottenspiele, der Blackford Fiddle Group und der Tullibardine Distillery genauso auf dem Besuchsprogramm, wie ein Empfang im Rathaus. Und immer wieder der Austausch über Gemeinsamkeiten und Unterschiede, zum Beispiel in der Oberschule.

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Kleine und große Unterschiede

Eine Fotogalerie mit den Köpfen der Besten – „Das kennen wir auch, bei uns heißt das Dux“, sagte freudig Helen Laing. Schließfächer, die in Trebsen nur die Hälfte der 440 Schüler nutzen will, nehmen in der Primary School von Blackford, die kleiner ist und in der Kinder von 4,5 bis elf Jahren unterrichtet werden, alle in Anspruch.

Vorgriff: Obwohl die Partnerschaft erst am Sonntag besiegelt werden soll, stehen jetzt schon Schilder an den Ortseingängen aus Richtung Grimma, wie hier zu sehen, und aus Richtung Wurzen. Quelle: Frank Pfeifer

Es waren nicht nur die kleinen Dinge, die interessieren. Schnell ging es auch mal um Grundsätzliches. Die Schotten können jetzt nicht mehr nach 30, sondern erst nach 35 Beitragsjahren in Rente gehen – in Deutschland sind es 45. Der Preis fürs frühere Ausscheiden aus dem Berufsleben: Sie erhalten einheitlich reichlich 180 Euro pro Woche von der Kasse.

Botschafter kommt zu Highland-Games

Vieles wird wohl noch zu bereden sein während der Trebsener Highland-Games an diesem Wochenende, zu denen sich jetzt kurzfristig weitere Prominenz angekündigt hat. Den großen Einmarsch am Sonnabend, ab 11.30 Uhr, wollen der britische Botschafter in Deutschland, Sir Sebastian Wood, der Chef der sächsischen Staatskanzlei, Oliver Schenk, und Landrat Henry Graichen verfolgen. Am Sonntag wird 13 Uhr auf großer Bühne die Partnerschaftsurkunde von Trebsen und Blackford unterzeichnet.

Von Frank Pfeifer

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