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Grimma Trebsener Sportplatz soll saniert werden
Region Grimma Trebsener Sportplatz soll saniert werden
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00:36 12.03.2018
So sah der Schlamassel schon aus, als sich der Stadtrat das erste Mal mit der Sanierung befasst hatte: Ausgeplatzter Kunststoffbelag im Kleinspielfeld. Quelle: Frank Pfeifer
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Trebsen

2016 war sie gescheitert, jetzt soll sie kommen: die Sanierung des Trebsener Sportplatzes. Weil sich die Förderbedingungen verbesserten, kramt die Stadt ihre alten Planunterlagen raus und will sie im kommenden Jahr verwirklichen. Gerade noch rechtzeitig.

„Wenn wir nichts tun, müssen wir den Platz bald sperren“, warnt Bauamtsleiterin Marika Haupt. Die stattliche Anlage mit Tartanbahn, die das Fußballfeld und ein eingezäuntes Kleinspielfeld mit Kunststoffbelag umzäunt – 2000 hatte sie sich Trebsen gegönnt –, ist in die Jahre gekommen. Es zeigen sich Risse, Stücke sind herausgebrochen. Weil die Beregnungsanlage nicht ausreicht, bildeten sich an den Rändern des Fußballfeldes kahle Stellen. Das hätte nicht ganz so schlimm kommen müssen, wenn die Stadt eher eingeschritten wäre. Doch sie hatte kleinere Instandsetzungen immer wieder aufgeschoben.

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Die Schäden im Kunststoffbelag im Kleinspielfeld sind deutlich sichtbar Quelle: Frank Pfeifer

Der gesamte Kunststoffbelag von Rundlaufbahn, Anlaufbahn der Weitsprunganlage und des Kleinspielfeldes soll laut Bauamtsleiterin Marika Haupt nun maschinell entfernt werden. Beschädigungen im darunter befindlichen Asphalt sind auszubessern, damit der neu zu verlegende Kunststoffbelag, der in drei Schichten aufgebracht wird, nicht reißt.

Die gesamte Drainage des Fußballfeldes ist funktionstüchtig und bleibt erhalten. Allerdings sind rund 300 Meter Wasserzuleitung frostfrei neu zu verlegen, um die Beregnungsanlage zu erweitern. Acht Unterflur-Regner kommen zum Bestand hinzu, für die auch Steuerungskabel in den Boden müssen.

Knapp 200 000 Euro soll das alles kosten. 2016, als diese Zahl dem Stadtrat schon mal vorlag, winkten die Abgeordneten ab, weil sich die Ausgabe in Zeiten der Haushaltskonsolidierung finanziell nicht stemmen ließ. Nur 30 Prozent an Fördermitteln standen damals in Aussicht.

Das sieht jetzt anders aus. Die Stadt hat sich aus dem Jammertal herausgewirtschaftet, und das europäische Förderprogramm Leader verspricht Beihilfen in Höhe von 80 Prozent auf ausgewählte Teile des Projekts. Damit käme die Kommune mit einem geschätzten Eigenanteil von rund 50 000 Euro relativ gut weg.

Der Technische Ausschuss empfiehlt dem Ende März tagenden Stadtrat, dem Vorhaben zuzustimmen. Sagen die Parlamentarier Ja, würde Bauamtsleiterin Haupt umgehend den Fördermittelantrag erarbeiten. Sie hofft, noch im Sommer die Ausschreibungen auf den Weg bringen zu können.

Von Frank Pfeifer

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