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Grimma Trebsener erhalten Glasfasern bis in die Häuser
Region Grimma Trebsener erhalten Glasfasern bis in die Häuser
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17:00 07.01.2019
Hauptverteilstation eines Netzes. Von hier aus gehen die Glasfaserkabel zu den Häusern.
Hauptverteilstation eines Netzes. Von hier aus gehen die Glasfaserkabel zu den Häusern. Quelle: Archiv
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Trebsen

Silvester liegt kaum zurück, da sehen in Trebsen schon wieder viele einen Anlass, die Sektkorken knallen zu lassen. Die Deutsche Glasfaser GmbH gab am Montagnachmittag bekannt, sie werde die Stadt sowie Altenhain und Seelingstädt mit superschnellen Internetleitungen ausstatten. Nach Thallwitz, Brandis und Teilen von Borsdorf geht das Unternehmen damit die vierte Kommune im Landkreis Leipzig an.

„In Trebsen sowie den Ortsteilen Altenhain und Seelingstädt wird das Glasfasernetz definitiv ausgebaut“, sagt der zuständige Projektleiter, Maik Zappe. Über zwölf Wochen sei die Nachfragebündelung gelaufen, die bis zum 15. Januar verlängert wurde. Rund um die Feiertage hätten noch viele Bewohner einen Vertrag abgeschlossen, so dass jetzt die Mindestquote erreicht wurde, also der Anschluss von 40 Prozent der Haushalte.

Vorbereitungen für Glasfaserausbau beginnen

Nun beginnen laut Nancy Pfaff, Sprecherin der Deutschen Glasfaser, die detaillierten Vorbereitungen für den Ausbau. Geplant würden der Tiefbau und der Standort des Point of Presence (PoP), also der Hauptverteilstation des Netzes, von der aus die Glasfasern in die Häuser verlegt werden.

„Jeder, der einen Vertrag eingereicht hat, wird über die weiteren Schritte informiert und zur Besprechung des Hausanschlusses kontaktiert“, teilt Pfaff mit. „Und noch können weiter Verträge eingereicht werden. Zusätzlich finden am 11. und am 18. Januar, jeweils 10 bis 17 Uhr, zwei Beratungstage im Servicepunkt im Rathaus Trebsen statt.“

Müller: Leistungsfähige Technik

„Das neue Jahr beginnt sehr positiv für uns“, urteilt Bürgermeister Stephan Müller (CDU). Die FTTH-Technik (“Fiber to the home“, übersetzt: „Glasfaser bis in die Wohnung“) sei durch ihre höhere Leistungsfähigkeit von Vorteil für die Bürger und die Stadt. „Ich hoffe, dass es nun auch noch zu einer Nachfragebündelung in Neichen kommt“, sagt Müller.

Kamm: Deutsche Glasfaser solider Partner

Besonders groß ist die Freude in Altenhain, wo bislang noch mit Modem-Geschwindigkeit im Internet gesurft wird und bei der Nachfragebündelung ein Spitzenwert von über 60 Prozent der Haushalte zustande kam. „Ich bin froh und glücklich, dass wir jetzt das umsetzen können, wofür wir jahrelang gekämpft haben“, erklärt Ortsvorsteherin Katrin Kamm. „Mit der Deutschen Glasfaser haben wir einen soliden, solventen und zuverlässigen Partner gefunden.“

Katrin Kamm (v.r.) ist die Ortsvorsteherin von Altenhain. Quelle: Frank Schmidt

Kamm bedankt sich bei den Mitarbeitern des Unternehmens sowie bei allen Unterstützern von Vereinen und Stadtverwaltung. „Der Erfolg zeigt, dass etwas gelingen kann, was gemeinsam angepackt wird“, meint sie und fügt an: „Ich hoffe, dass jetzt alles schnell geht und wir Ende des Jahres mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs sind.“

Schumann: Schritt in richtige Richtung

Beim Altenhainer Ortschaftsrat bedankt sich die Seelingstädter Ortsvorsteherin Susann Schumann. „Er stand von Anfang an zu 100 Prozent hinter der Sache, kam auf uns und die Stadtverwaltung zu“, betont sie. Jetzt werde „ein Schritt in die richtige Richtung“ getan.

„Die Qualität, die uns erreichen wird, eröffnet uns neue Möglichkeiten“, fährt Schumann fort. „Diese sind nicht nur für Jüngere interessant, sondern auch für Ältere, zum Beispiel in der Internet-Arztsprechstunde. Manche ziehen weg und können den Kontakt über Skype halten.“ Lohnsteuererklärungen übers Internet müssten in Seelingstädt nicht mehr nachts gemacht werden, wenn der Empfang am besten ist. Und Unternehmen könnten besser für sich werben. Schumann: „Uns erschließen sich neue Wege, und wir gehen sie gerne.“

Pöge und Jesse: Komplett zufrieden

In Thallwitz hatte die Deutsche Glasfaser ihren Ausbau Ende Oktober abgeschlossen.
Von Bürgermeister Thomas Pöge (parteilos) ist nur Lob zu hören. Momentan läuft die Erschließung von Brandis, Bürgermeister Arno Jesse (SPD) zeigt sich mit ihr vollauf zufrieden.

Von Frank Pfeifer