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Grimma Naunhofs Trinkwasserpreis bleibt stabil
Region Grimma Naunhofs Trinkwasserpreis bleibt stabil
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15:52 18.04.2019
Geld muss jeder Verbraucher zahlen, der den Wasserhahn aufdreht. In Naunhof soll der Preis mindestens bis 2021 gleichbleiben. Quelle: Volkmar Heinz
Naunhof

Der Trinkwasserpreis in Naunhof soll in den kommenden Jahren stabil bleiben. Für Bürgermeister Volker Zocher (parteilos) ein Beweis des guten Wirtschaftens. Der Stadtrat hakte in seiner Sitzung am Mittwochabend jedoch nach und fand heraus, dass es durchaus noch andere Gründe für die gute Nachricht an die Verbraucher gibt.

„Nicht alle können von sich sagen, dass ihr Trinkwasser nicht teurer wird“, sagte Zocher im Kommunalparlament. „Uns erfüllt das mit Stolz, zumal viele Investitionen getätigt worden sind. Wir sind also gut aufgestellt.“ 1,55 Euro hätten die Naunhofer auch künftig pro Kubikmeter Wasser zu bezahlen.

Weniger Instandhaltungen als geplant

Auf die Frage von Gerold Meyer (CDU), warum konkret der Preis stabil bleibt, erläuterte der Leipziger Steuerberater Frank Schmidt, der die Gebührenkalkulation für den Zeitraum bis 2021 erstellt hatte, es gebe zwei Ursachen. Zum einen seien in jüngster Vergangenheit die Instandhaltungskosten an den Anlagen des Eigenbetriebs Wasserversorgung Naunhof nicht so hoch gewesen, wie ursprünglich angenommen. Und daraus habe sich zum Anderen in den Jahren 2016 bis 2018 eine „Gebührenüberdeckung“ ergeben, die laut Gesetz binnen fünf Jahren abgetragen werden müsse. „Wir wollen sie aber schon innerhalb von drei Jahren vollständig abbauen“, sagte Schmidt.

Weniger Investitionen als geplant

„Die Gebühren werden also nicht erhöht, weil unser Eigenbetrieb so gut gewirtschaftet hat, sondern weil er weniger ausgab?“, hakte Gabriele Wegel (CDU) nach, ohne eine klare Antwort zu erhalten. Gegenüber der LVZ erläuterte Schmidt im Nachgang: „Planzahlen und Realität können nun einmal voneinander abweichen. Es gibt einen Gebührenüberschuss, weil weniger Geld für Instandhaltungen und Investitionen ausgegeben wurde. Und diesen bauen wir schneller ab als vorgeschrieben.“

Preis soll bis 2021 stabil bleiben

Laut dem Leiter des Eigenbetriebs, Thomas Hertel, soll die vergleichsweise geringe Grundgebühr von 1,55 Euro bis 2021 gesichert bleiben, wenn alles nach Plan verläuft. Eingerechnet seien dabei schon mehrere größere Investitionen, für die zum Teil bereits Fördermittelbescheide in Aussicht stünden. Ein Stück Unsicherheit wäre aber stets dabei. Hertel: „Es kann immer Unvorhergesehenes passieren.“

Rat will Kalkulation immer vorgelegt bekommen

In seiner Beschlussvorlage wollte Zocher, dass der Stadtrat künftig nicht mehr über die Gebühren abstimmen soll, wenn diese konstant bleiben. Das lehnte Hermann Kinne (CDU) ab, weil es sich bei der Kalkulation um ein Dokument handle, das dem Ortsgesetzgeber unbedingt zum Beschluss vorgelegt werden muss. Diese Auffassung, die auch Schmidt vertritt, teilte der Rat. Beim Votum blieb der Bürgermeister mit seiner Stimme allein.

Von Frank Pfeifer

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