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Grimma Verlassenes Haus an alter Mühle in Wetteritz stand in Flammen
Region Grimma Verlassenes Haus an alter Mühle in Wetteritz stand in Flammen
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13:27 14.08.2018
Feuerwehrkräfte aus Mutzschen und Umgebung mussten am frühen Dienstagmorgen nach Wetteritz ausrücken.
Feuerwehrkräfte aus Mutzschen und Umgebung mussten am frühen Dienstagmorgen nach Wetteritz ausrücken. Quelle: dpa
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Grimma/Wetteritz

50 Feuerwehrleute aus Mutzschen, Zschoppach und Nerchau hatten eine kurze Nacht. Gegen vier Uhr wurden sie zu einem Brand an der Verbindungsstraße Mutzschen – Wetteritz gerufen. Dort brannte es auf dem verwaisten Grundstück der alten Mühle. Ein alter Bauwagen stand in Flammen, später auch der Eingangsbereich des ehemaligen Wohnhauses.

„Das Hauptproblem war das Löschwasser“, schilderte Einsatzleiter Markus Beiler. Das Löschen sei nur im Pendelverkehr mit den beiden Löschfahrzeugen möglich gewesen. Wenn die 4500 beziehungsweise 4000 Liter fassenden Fahrzeuge leer waren, mussten sie an einem rund einen Kilometer entfernten Hydranten wieder aufgefüllt werden. Außerdem ein Problem: der Müll. Das Gelände ist völlig verwahrlost – „wir mussten uns durch die Müllberge kämpfen“, schilderte Beiler, Feuerwehrchef von Mutzschen.

Seinen Worten zufolge war das Feuer gegen 6 Uhr gelöscht. Nach einer kurzen Pause auf der Wache wurden bei einer Nachkontrolle mit einer Wärmebildkamera Restlöscharbeiten nötig. Gegen 9 Uhr wurde der Einsatz dann beendet.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen Brandstiftung aufgenommen. „Wir prüfen einen Anfangsverdacht gegen einen 33-jährigen Mann“, sagte Maria Braunsdorf, Pressesprecherin der Polizeidirektion Leipzig. Der Tatverdächtige habe sich in der Nähe des Brandortes aufgehalten. Feuerwehrleute wurden auf ihn aufmerksam, als sie mit dem Nachfüllen des Tanklöschfahrzeugs beschäftigt waren. Der Mann habe sie dort beobachtet. Daraufhin wurde die Polizei eingeschaltet, so Beiler.

Der Mann habe sich bislang noch nicht geäußert, so die Polizeisprecherin. Zur Schadenshöhe war am Dienstag noch nichts bekannt. Tatsache ist: Die Feuerwehr war im vorigen Jahr schon dreimal auf diesem Gelände – und es bestehe dringender Handlungsbedarf. Es könne bei Glasmüll beispielsweise zu Selbstentzündungen kommen, so die Einsatzkräfte.

Von Saskia Grätz