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Grimma Schulen in Wurzen, Großbardau und Kitzscher testen Inklusion
Region Grimma Schulen in Wurzen, Großbardau und Kitzscher testen Inklusion
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14:44 07.06.2018
Inklusion soll in Sachsens Grundschulen nicht weiter ein theoretischer Begriff bleiben. Quelle: dpa
Landkreis Leipzig

Vier Bildungseinrichtungen im Landkreis Leipzig nehmen an einer Pilotphase zur Inklusion an Grundschulen teil. Das teilte das sächsische Kultusministerium mit. Dabei handelt es sich um die Grundschule An der Sternwarte in Wurzen, die Grundschule zum Elefanten in Kühren, das Evangelische Schulzentrum Muldental in Großbardau sowie die Grundschule Kitzscher. Hier soll künftig der Verzicht auf sonderpädagogische Diagnostik in den Förderschwerpunkten Lernen sowie emotionale und soziale Entwicklung vor der Einschulung oder in Klassenstufe 1 erprobt werden. Eine sachsenweite Testphase ist Bestandteil der neuen Regelungen des Sächsischen Schulgesetzes.

Weiter wachsende Heterogenität der Schülerschaft

„Die Schulen erhalten damit nicht nur die Möglichkeit, Teil des Erprobungsprozesses zu sein, sondern können auch Inklusion als Ziel ihrer Schulentwicklung stärken sowie ihre Erfahrungen und Erkenntnisse zum Umgang mit der weiter wachsenden Heterogenität der Schülerschaft in den Grundschulen einbringen“, sagte Kultusminister Christian Piwarz (CDU) in Dresden.

Insgesamt nehmen sachsenweit 17 Einrichtungen an dem Pilotprojekt für ein gemeinsames Lernen teil. Mit Beginn des Schuljahres 2018/2019 starten die Häuser in die Vorbereitungsphase. „In den Schuljahren 2019/2020 bis 2022/2023 werden an den Pilotschulen Mädchen und Jungen unterrichtet, bei denen vorab auf die sonderpädagogische Diagnostik in den Förderschwerpunkten Lernen sowie emotionale und soziale Entwicklung vor der Einschulung oder in Klassenstufe 1 grundsätzlich verzichtet wird“, heißt es weiter.

Erfahrungen fließen in Bericht für den Landtag

Die Kommunen als Schulträger erhalten ab dem Schuljahr 2019/20 vom Freistaat zusätzliche Mittel zur personellen Unterstützung in der Schuleingangsphase. Für die Pilotphase konnten sich die Grundschulen auf Grundlage eines Beschlusses der Schulkonferenz bewerben. Das Sächsische Kultusministerium wählte insgesamt 15 Grundschulen in öffentlicher und zwei in freier Trägerschaft aus.

Die Erfahrungen sollen in einen Bericht einfließen, der dem Landtag vorgelegt wird. Dieser entscheidet bis zum 30. Juni 2022 über eine flächendeckende Einführung, die dann ab dem Schuljahr 2023/2024 greifen würde, so der Kultusminister abschließend.

Von Simone Prenzel

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