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Grimma Warten auf Sanierung von Marktgebäude
Region Grimma Warten auf Sanierung von Marktgebäude
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16:01 28.05.2018
Herzlich willkommen heißt die Stadt Colditz ihre Gäste im Gebäude Markt 19. Doch vorerst nur auf einem Plakat. Ehe Leben in den Klinkerbau einzieht, muss er saniert werden. Quelle: Thomas Kube
Colditz

„Herzlich willkommen!“ So wirbt die Stadt Colditz für sich in einem Schaufenster am Marktplatz. Weniger schau sind die eingeschlagenen Fensterscheiben darüber. Das soll sich aber ändern. Den gelben Klinkerbau will die Kommune zu einem zweiten Verwaltungssitz umbauen.

Vergangenes Jahr hat sie das Gebäude von einem Leisniger Blumenhändler gekauft, dessen Werbung noch zu sehen ist. Eigentlich sollte daraufhin zügig mit der Umgestaltung begonnen werden. Doch jetzt sieht Bauamtsleiterin Angela Rößner diese parallel zur Sanierung des Rathauses vor, die nach ihren jüngsten Angaben erst nächstes Jahr beginnt.

Bauamt aus Hausdorf soll in die Stadt

Ziel ist es, die Verwaltungswege zu straffen. Seit der Gemeindefusion von 2011 existiert neben dem Rathaus das Bauamt in Hausdorf. Es soll in die Kernstadt geholt werden, und zwar in jenes Gebäude am Markt 19. Ebenfalls dort einziehen wird das Ordnungsamt, das wegen des Platzmangels das Rathaus verlässt. Beide Behörden werden im ersten und zweiten Stock des Hauses unterkommen. Geplant ist, einen Lift einzubauen, damit die Räume barrierefrei zugänglich sind.

Einen Informationspunkt möchte die Stadt im Erdgeschoss des Hauses installieren. Dort werden dann Bürger der Stadt, die ein Anliegen haben, weiter vermittelt. Und Touristen, die etwas über die Freizeitangebote von Colditz wissen wollen, erhalten die gewünschten Auskünfte. Außerdem entstehen parterre Warte-, Sanitär- und Pausenräume.

Zugang zur Badergasse soll entstehen

Das zweigeschossige Nebengebäude will die Kommune abreißen lassen. Im Hof wird eine öffentliche Toilette geschaffen. Auch wenn Personal und Besucher das Haus durch den Haupteingang am Markt betreten sollen, wünscht sich die Stadt einen zweiten Zugang zur Badergasse, indem eine Verbindung zum sogenannten Lochgässchen geschaffen wird. Dadurch würden die ansässigen Ärzte, Händler und Gewerbetreibenden fußläufig besser angebunden.

600 000 Euro soll das gesamte Vorhaben kosten. Die enormen Kosten kommen zustande, weil das Gebäude umfassend saniert werden muss. Die Dacheindeckung ist verschlissen. Vieles deutet zwar auf einen guten Zustand der Geschossdecken hin, doch die Dielung muss raus. Türen und Fenster müssen erneuert werden, auch die Haustechnik befindet sich in einem äußerst desolaten Zustand.

Kreisbehörde wartet auf Brandschutz-Angaben

Den Bauantrag hat die Stadt beim Landratsamt gestellt. „Wir warten dringend auf die Genehmigung“, sagt Bauamtsleiterin Rößner. Aus der Kreisbehörde heißt es gegenteilig, die Stadt habe erst noch geforderte Informationen zum Brandschutz und zur Bereitstellung von Auto-Stellflächen zu liefern. Erst mit Baugenehmigung kann ein Fördermittelantrag bei der Sächsischen Aufbaubank gestellt werden, mit der das Vorhaben abgestimmt wurde.

Von Frank Pfeifer

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