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Grimma Webers persönliche Wendezeit-Bilder auf Schloss Döben
Region Grimma Webers persönliche Wendezeit-Bilder auf Schloss Döben
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18:06 09.09.2019
In einer Freiluft-Ausstellung zeigt der Grimmaer Fotograf Gerhard Weber Bilder aus der Wendezeit. Quelle: Detlef Rohde
Grimma/Döben

Unter freiem Himmel und vor der besonderen Kulisse des Schlosses in Döben sind derzeit Bilder des Grimmaer Fotografen Gerhard Weber zu sehen. Am Sonntag eröffneten Dorothea und Hubertus von Below auf dem Schlosshof die Schau mit großformatigen Fotos, die an die Ereignisse der Wendezeit erinnern. Anlass ist der 30. Jahrestag des Mauerfalls in diesem Jahr.

Weber veröffentliche Bilder in großen Tageszeitungen weltweit

Für Hubertus von Below war diese Ausstellung ein Herzenswunsch. Er sei schon lange ein Bewunderer Gerhard Webers und dessen Blickes für das Wesentliche. Die Bilder von den Montagsdemonstrationen waren auf den Titelseiten der großen Zeitungen in der ganzen Welt platziert. Weber fotografierte aber nicht nur das Volk. Auch die damals gerade abgesetzten politischen Regenten der ehemaligen DDR entkamen seinem Auge nicht.

Gerhard Weber (l.) zeigt auf Schloss Döben seine persönlichen Wendezeitbilder. Schlosseigentümer Dorothea und Hubertus von Below (2.v.l.) hatten den Grimmaer Fotografen eingeladen. Landrat Henry Graichen eröffnete die Schau. Quelle: Detlef Rohde

Landrat Henry Graichen (CDU) ließ es sich nicht nehmen, ebenfalls ein Grußwort zu sprechen. In seiner Ansprache betonte er, dass er zur Zeit der Montagsdemos gerade erst 13 Jahre alt war und seine Eltern ihn wegen der Brisanz und der Unsicherheit, ob diese Demonstrationen nicht doch blutig beendet würden, eine Teilnahme an den Kundgebungen untersagt hatten. Dennoch habe ihn diese Zeit nachhaltig geprägt.

Grimmaer und Colditzer Gesichter zu sehen

Nach einer Führung durch die rund 100 Bilder umfassende Ausstellung, in der auch viele Grimmaer, Leipziger und Colditzer zu sehen sind, gab es noch in der „Alten Brauerei“ des Schlosshofes eine lockere Gesprächsrunde mit Weber. Dabei skizzierte der Grimmaer die verschiedenen Sichtweisen auf diese revolutionäre Zeit. Weber betonte, dass er immer objektiv an seine Arbeit gegangen sei und wusste die eine oder andere Anekdote zum Besten zu geben. In der Runde zeigte sich aber auch, wie sehr die Menschen noch heute von dem damaligen Geschehen beeindruckt sind. Ob es die Angst der Demonstranten war, deren Kinder um einen Studienplatz bangen mussten, weil Protest Nachteile nach sich ziehen würde oder die damaligen Befürchtungen im Westen, die Demos könnten wie im Prager Frühling enden.

Gerhard Weber jedenfalls stellt sicher in Döben eines der wichtigsten, wenn nicht sogar sein wichtigstes Lebenswerk aus. Es sind fast ausnahmslos Bilder, die zwar in Zeitungen bereits veröffentlicht wurden, die aber zum größten Teil noch nie in einer Ausstellung den Menschen in der Region zugänglich gemacht worden sind.

Von Detlef Rohde

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