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Grimma Wie Naunhof zu seinem Namen kam
Region Grimma Wie Naunhof zu seinem Namen kam
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15:45 27.01.2019
Peter Schnabel, der Vorsitzende des Naunhofer Turmuhrenmuseumsvereins, mit Gattin Helga. Quelle: Roger Dietze
Naunhof

Seinen eigenen Reim darauf gemacht, wie die Stadt Naunhof zu diesem ihrem Namen gekommen ist, hat sich Günther Schumann, seines Zeichens in der Parthestadt wohnhafter Holzbildhauer und Hobby-Literat. In letzterer Funktion wirkte der fast 85-Jährige an den beiden vergangenen Tagen an der 16. Auflage der beliebten Veranstaltungsreihe des Turmuhrenmuseums namens „Feuerzangenbowle“ mit, an deren Beginn er auf besagte Namensgebung zu sprechen kam.

Am Anfang war der Schießwettbewerb

In der Frühzeit der kommunalen Entwicklung habe es einen Schießwettbewerb mit Pfeil und Bogen auf ein Vogelnest gegeben. Auf die Frage eines der Teilnehmer, wohin bitte genau gezielt werden sollte, soll ihm „Na da genaunof“ geantwortet worden sein. „Ich meine, dass sich diese Geschichte besser als das Original mit der Begrifflichkeit ‚nova curia‘ aus der Ersterwähnung im Jahr 1144 eignet, da nun mal die allerwenigsten Zeitgenossen des Lateinischen mächtig sind“, so Schumann augenzwinkernd.

Günther Schumann, in der Parthestadt Naunhof wohnhafter Holzbildhauer und Hobby-Literat. Quelle: Roger Dietze

Besucher mussten eng aneinander rücken

Überhaupt stand die Geschichte gestern wie jetzt im Mittelpunkt der beiden süffig-süßen Nachmittage in der kleinen, aber feinen musealen Einrichtung in der Ungibauerstraße, in der die Gäste einmal mehr der beengten Raumverhältnisse wegen eng aneinanderrücken mussten, derweil sie von Günther Schumann in gewohnt lockerer Art und Weise mit auf eine Reise durch die Naunhofer Historie genommen wurden. Dabei schnitt der eloquente Holzbildhauer a. D. die Anfänge der Kiesgewinnung ebenso an wie jene Zeiten, in denen die Parthe auf ihrem Weg durch das Naunhofer Stadtgebiet um einige Chemikalien bereichert wurde. „Ich habe damals ein Gespräch in der Kneipe verfolgt, in dem einem hiesigen Unternehmer vorgehalten wurde, dass er mit seinen Einleitungen in den Fluss mit Schuld daran trage, wenn im Leipziger Zoo die Affen verrecken würden“, so der Mitt-Achtziger.

Bekennender Fan des Schwarzen Kontinents

Apropos Affen: Schumann, bekennender Fan des schwarzen Kontinents, dem er auch ein Buch gewidmet hat, schweifte kurz zu seinen vielen Reisen quer über den Globus ab. „Dabei ist mir trotz der Tatsache, dass ich mein Geld stets in der Hosentasche und nicht etwa in einem Brustbeutel unter dem Hemd getragen habe, nie etwas geklaut worden“, so der rüstige Senior im Unruhestand. „Unter anderem deshalb, weil ich nicht gewartet habe, bis die Menschen auf mich zugekommen sind, sondern weil ich vielmehr bei der Kontaktaufnahme Eigeninitiative gezeigt habe.“

Von Roger Dietze

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