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Grimma Wurzener Straße zwei Wochen länger dicht
Region Grimma Wurzener Straße zwei Wochen länger dicht
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00:24 27.08.2018
Die neuen Trinkwasserleitungen sind angeschlossen, jetzt hat in der Wurzener Straße in Grimma (B 107) die Erneuerung der Fahrbahn begonnen. Quelle: Thomas Kube
Grimma

Die Anlieger im oberen Teil der Wurzener Straße erhalten ihr Trinkwasser seit wenigen Tagen aus der neuen Leitung. Damit ist der Austausch der 800 Meter langen Wasserleitung beendet, und die Baufirma hat mit der Erneuerung der Fahrbahn begonnen. Die wichtige Verkehrsader in Grimma (B 107) bleibt allerdings zwei Wochen länger gesperrt als ursprünglich vorgesehen. Vermutlich endet die Bauzeit am 5. Oktober.

Neuer Belag für die Straße

Die Wurzener Straße war schon im vorigen Jahr zweieinhalb Monate dicht, als der Versorgungsverband Grimma-Geithain (VVGG) im unteren Bereich größere Abwasserkanäle legen und die Trinkwasserleitungen wechseln ließ. Seit Ende April ist die Verbindung erneut gekappt. Zunächst wurde vom Kreisverkehr am Schwarzen Netto bis zur Tempelbergstraße die über 50 Jahre alte Wasserleitung ausgetauscht (beim Abwasserkanal in diesem Bereich sieht der Verband keinen Handlungsbedarf). Jetzt erhält die B 107 auf der gesamten Länge bis zum S 11-Abzweig – rund 1,4 Kilometer – noch eine neue Trag-, Binder- und Deckschicht. Die für den Verband tätigen Kommunalen Wasserwerke Grimma-Geithain (KWW) und das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) ziehen bei dem Projekt an einem Strang. Die Ausschreibung war gemeinsam vorgenommen und der Zuschlag für den kompletten Auftrag an die Reif Baugesellschaft mbH & Co. KG aus Schkeuditz vergeben worden. Das spart Aufwand und Kosten. Die Leistung beläuft sich auf rund 764 000 Euro.

Oewa: Geplanter Termin nicht zu halten

Unliebsame Überraschungen brachte die Baustelle bislang nicht zutage, weiß der für die Maßnahme zuständige Oewa-Projektingenieur Jörg Leupold zu berichten. Sie laufe planmäßig. Dennoch ist der als Bauende geplante 22. September nicht zu halten. Denn die Fahrbahnerneuerung erfolgt entgegen erster Planungen in zwei Abschnitten, was zu einem Zeitverzug führt. Die Entscheidung dafür fiel in einer Bauberatung vor etwa drei Wochen.

Streit um Zufahrt zum Gewerbegebiet

Dort erwies sich die offenbar ungenügend berücksichtigte Zufahrt zum Gewerbegebiet Oberwerder, in dem auch die Firma Lechner ansässig ist, als springender Punkt. Es sollen deutliche Worte gefallen sein. Denn bei einer Komplettsperrung der Wurzener Straße wären die Unternehmen abgeschnitten, und nach Aussage von VVGG-Geschäftsführer Lutz Kunath rückte jetzt das Lasuv von einer in der Planungsphase abgesprochenen Zufahrt über die Staatsstraße 11 (in Richtung Metallbau Bennewitz) ab. Laut Leupold und Kunath hätte diese Zufahrt zuvor für den Verkehr ertüchtigt werden müssen, das Lasuv habe aber auch Sicherheitsaspekte ins Feld geführt. „Wir mussten also reagieren und den Straßenbau in zwei Abschnitte teilen“, erklärt Kunath. Damit bleibt der Oberwerder von der B 107 aus ständig erreichbar.

Kritik an Entfernung der Flutmauer-Baustraße

Im Technischen Ausschuss wetterte Oberbürgermeister Matthias Berger, dass auf Druck des Lasuv die von der S 11 abzweigende Flutmauer-Baustraße entfernt werden musste. Mit ihr stünde das jetzige Problem nicht. „Wir haben wie die Löwen gekämpft, von der Brückenrampe her Lechner anzubinden“, so Berger. Das Lasuv habe schließlich gedroht, die Zustimmung zum gegenüber liegenden Rewe-Bau zu verweigern, wenn die Straße nicht zurück gebaut wird. Nun – im Zuge der Erneuerung der Wurzener Straße – beklage das Lasuv plötzlich, keine Notzufahrt zum Oberwerder zu haben, schimpfte der Rathauschef.

Bergers Aussage im Ausschuss, die KWW habe im Nachgang den Einbau von Schiebern im unteren Bereich der Wurzener Straße angemeldet, widersprechen Kunath und Leupold. Es würden im Zuge der Straßensperrung lediglich die Straßenkappen für die Trinkwasser-Absperrschieber und die Schachtabdeckungen der Abwasserkanäle ausgewechselt. Das sei eine ein bis zwei Tage dauernde normale Instandhaltung und nicht der Grund für die Verzögerung.

Ende für Mitte September in Sicht

Vermutlich Mitte September wird die Deckenerneuerung vom Kreisverkehr bis zur Wiesenstraße beendet sein, erläutert VVGG-Chef Kunath. Dann werde der zweite Abschnitt eröffnet, und der Oberwerder müsse aus Richtung Hohnstädter Berg angefahren werden. Kunath verteidigt auch die Vollsperrung: Damit sei der Bau am kostengünstigsten und gehe am schnellsten voran.

Von Frank Prenzel

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