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Grimma Zeugnisse für erste Naunhofer Abi-Klasse
Region Grimma Zeugnisse für erste Naunhofer Abi-Klasse
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16:21 28.06.2019
Abschied: Im Naunhofer Bürgersaal überreichte Schulleiterin Kathrin Mayer (re.) den Absolventen ihre Zeugnisse. Klassenlehrerin Claudia Stichler (Mitte) fand ebenso herzliche Worte. Quelle: Thomas Kube
Naunhof

Zu einem Erfolgsmodell hat sich das Freie Gymnasium Naunhof entwickelt, wie die Zensuren beweisen. Am Freitag verließ die erste Abiturklasse das Haus – mit einem Notendurchschnitt von 2,0. Alle 25 Schüler haben bestanden, vier brachten es sogar auf eine 1,0. Im Bürgersaal des Stadtguts überreichte Leiterin Kathrin Mayer vor Gästen und Eltern feierlich die Zeugnisse.

Schüler lernen das Denken

„Sensationell“, kommentierte sie. Es stimme sie froh, die Jugendlichen auf solch eine Weise in die Welt schicken zu dürfen. Sicherlich würden sie binnen kürzester Zeit das meiste Gelernte vergessen. Hoffentlich hätten sie aber die Erkenntnis gewonnen, dass Perspektiven geändert werden können und müssen. „Wir wollten sie das Denken lernen lassen“, resümierte Mayer.

Strahlende Gesichter: Die Abiturienten nahmen Glückwünsche von Schulleiterin Kathrin Mayer (re.) und Klassenlehrerin Claudia Stichler entgegen. Quelle: Thomas Kube

Auf und Ab des Gymnasiums

2011 hatte die Da-Vinci-Campus Nauen gGmbH das Freie Gymnasium Naunhof gegründet, „Hebamme“ war der damalige Bürgermeister Uwe Herrmann. Es stand noch kein fertiges Haus, die jetzt verabschiedete Klasse wurde ein Jahr lang in einem Raum der Grundschule unterrichtet. Der jetzige Bürgermeister Volker Zocher, er saß wie sein Amtsvorgänger zur Zeugnisausgabe im Publikum, stellte 2013 die Existenz der Schule in Frage.

Inzwischen haben sich alle Wogen geglättet. Klassenlehrerin Claudia Stichler, die auf die Zeit mit ihren Schützlingen zurückblickte, fand in ihrer Rede einen zweifachen Grund, Danke zu sagen. Einmal den „Eltern, die ihre Kinder in einer Schule angemeldet haben, die es damals noch nicht gab.“ Und zweitens allen, „die uns unterstützten, als die Basis wackelte.“

Vollbesetzter Bürgersaal: Kathrin Mayer rief die Schüler gruppenweise auf die Bühne. Quelle: Thomas Kube

Wunsch aus Elternsicht

Daniela Richter aus Eicha, deren Sohn zu den Abgängern gehört, wünschte in einer Ansprache den Jugendlichen, sie mögen ihre Neugier und ihren Widerspruchsgeist erhalten. Sie sollten „Dingen weiterhin auf den Grund gehen, Zusammenhänge verstehen und Lust auf Diskussionen haben.“

Abi-Ball am Abend

Zeit dafür hatten die Angesprochen im Anschluss an die Feierstunde wohl kaum. „Sie gehen noch alle zum Friseur, denn am Abend steigt der Abi-Ball“, verriet Schulleiterin Mayer. Ihn hatten die Schüler selbst vorbereitet. In der Parkgaststätte Markkleeberg sollte es einen Sektempfang geben, bevor der Fotograf Erinnerungsfotos schoss. Gebucht war ein Discjockey für den Tanz in die Nacht.

Von Frank Pfeifer

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