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Grimma Züchter mag Kaninchen am liebsten herzhaft
Region Grimma Züchter mag Kaninchen am liebsten herzhaft
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15:33 18.07.2019
Ehre, wem Ehre gebührt: Dem Altenhainer Rassekaninchenzüchter Klaus Sedlaczek wurde jetzt der Ehrenmeister-Titel des Sächsischen Rassekaninchenzüchterverbandes zuteil. Quelle: Roger Dietze
Trebsen/Altenhain

Klaus Sedlaczek ist im Allgemeinen ein sehr ausgeglichener Mensch. Aber wenn den Altenhainer Rassekaninchenzüchter etwas auf die Palme bringt, dann sind es Zeitgenossen, denen beim Anblick seiner Tiere der Ausruf „Auch, sind die süß!“ über die Lippen rutscht. „Ich pflege dann stets zu sagen, dass ich sie eher herzhaft und gebraten bevorzuge“, so der 69-Jährige, der dieser Tage vom Sächsischen Rassekaninchenzuchtverband mit dem Titel „Ehrenmeister der Rassekaninchenzucht“ für verdienstvolle Leistungen in der deutschen Rassekaninchenzucht ausgezeichnet wurde.

Seine etwas schroff wirkende, wenngleich keinesfalls so böse gemeinte Replik auf dieserart Wahrnehmung seiner Zuchterfolge ist Ausdruck dafür, mit welchem Ernst er sein Hobby seit mittlerweile fast vier Jahrzehnten betreibt. „Man kann Kaninchen vermehren, und man kann sie züchten“, so der Altenhainer, der sich selbstredend letzterer Tätigkeit zuordnet.

Großer Erfolg blieb aus

Mit für ihn selbst zufriedenstellendem Erfolg. „Der ganz große Titel fehlt mir zwar, aber zum sächsischen Vize-Meister muss man es auch erst einmal bringen“, so der gelernte Elektriker, der nur zu gut weiß, dass dem Züchter auch das Glück gewogen sein muss, um die Preisrichter in Verzückung zu versetzen. Davon abgesehen hatte und hat Klaus Sedlaczek auch seine Probleme damit, seine Schützlinge über viele hundert Kilometer im Auto zu transportieren, um sie etwa im Rahmen einer Deutschen Meisterschaft zu präsentieren.

„Ich möchte, dass es meinen Tieren gut geht, und wenn man dafür Sorge trägt, dann spürt man ihrerseits auch eine gewisse Dankbarkeit“, so Sedlaczek, der alles sein mag, aber ganz sicher kein „Um-jeden-Preis“-Züchter. „Klar ist es toll, wenn man ein besonders schönes Tier gezüchtet hat und dafür auch einen Preis erhält, aber grundsätzlich gefallen mir alle meine Tiere so, wie sie sind“, erzählt Klaus Sedlaczek.

Frühzeitig Verantwortung im Verein

Durch seinen Schulfreund Frank Schierz fand er zum Rassekaninchenzüchterverein S774 Altenhain, in dem er kein Jahr nach seinem Eintritt 1982 Verantwortung auf dem Posten des Vorsitzenden übernahm. Parallel dazu hatte er einige Jahre das Amt des Kreisvorsitzenden inne, gehörte über acht Jahre hinweg dem sächsischen Landesvorstand an, wirkte zudem als Kreiszuchtwart und reiste als Preisrichter durch ganz Sachsen.

„Das alles ging nur deshalb, weil mir meine Frau den Rücken freigehalten hat“, so der Altenhainer Zuchtwart, der aufgrund einer schweren Erkrankung seiner Lebenspartnerin vor zehn Jahren zum Kürzertreten gezwungen wurde und auch den Posten des Vereinsvorsitzenden gegen den des Zuchtwartes eintauschte. Nach dem Tod seiner Frau führte er deren Chinchilla-Zucht fort und widmete sich parallel der Rasse Farbzwerge.

Hobby als Lebensinhalt und Erdung

„Angefangen haben ich mit der Zucht von Thüringern, bin dann zur Rasse Deilenaar und später noch einmal zu den Zwergwiddern gewechselt, so dass man sagen kann, dass meine Rassen hinsichtlich ihrer Körpergröße immer kleiner geworden sind“, sagt Klaus Sedlaczek augenzwinkernd.

Mittlerweile ist er pensioniert ist, sein Hobby bedeutet für ihn ebenso Lebensinhalt wie Erdung. „Kaninchen sind sehr ruhige Tiere, die ideal für Menschen wie mich sind, die es eher ruhig mögen.“

Entsprechend denkt Klaus Sedlaczek auch nicht an die Aufgabe der Rassekaninchenzucht. „Als Züchter ist man mit 69 noch in den besten Jahren, und abgesehen davon kann einer, der die Kaninchenzucht mit so großer Leidenschaft betrieben hat und nach wie vor betreibt wie ich, nur dann einen Schlussstrich unter sie ziehen, wenn er gesundheitlich nicht mehr in der Lage dazu ist.“

Von Roger Dietze

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