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Grimma In Grimma entstehen Weihnachtsbäume aus Holzscheiten
Region Grimma In Grimma entstehen Weihnachtsbäume aus Holzscheiten
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09:53 21.12.2018
Einen Weihnachtsbaum Marke Eigenbau haben Teilnehmer des Jugendberufshilfeprojekts WaldWerkStatt an Jugendamtsleiter Jens Ranft (r.) übergeben.
Einen Weihnachtsbaum Marke Eigenbau haben Teilnehmer des Jugendberufshilfeprojekts WaldWerkStatt an Jugendamtsleiter Jens Ranft (r.) übergeben. Quelle: Cornelia Killisch
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Landkreis Leipzig/Grimma

Er lässt sich auseinandernehmen und in drei Kisten verstauen. Er nadelt nicht, ist wiederverwendbar und trotzdem hundert Prozent Natur. Die Rede ist von einem besonderen Weihnachtsbaum Marke Eigenbau, den die WaldWerkStatt dieser Tage an Ämter und andere Unterstützer übergeben hat.

„Wir haben nach einem Geschenk gesucht, was zu uns passt und was wir selbst machen können“, sagte Nicole Möller, die Leiterin des Jugendberufshilfeprojekts der Diakonie Leipziger Land in Grimma für junge Männer und Frauen ohne Lehrstelle, Schulabschluss und Arbeitsplatz.

Jeder Baum aus Grimma ist ein Unikat

Herausgekommen sind drei wirkliche Unikate. Darüber freuen konnten sich zum Beispiel Jörg Altmann, Leiter des Kommunalen Jobcenters, sowie Jugendamtsleiter Jens Ranft. Letzterer legte kurzentschlossen selbst mit Hand an, um den Baum, der aus über 50 Teilen besteht, zusammenzusetzen. Das ging ruckzuck, denn die Scheite werden einfach an eine Art Stamm gehängt. „Jedes Holzscheit ist anders, keins ist perfekt, aber jedes besonders und alle werden gebraucht“, sagte Nicole Möller, „das ist so wie bei den Menschen – zusammen ergeben wir etwas Großes, Einzigartiges“.

Unikat im Jugendamt in Grimma aufgestellt

Der Baum duftete noch nach frischem Holz, denn erst vor ein paar Tagen hatten die Jugendlichen die Scheite gesägt und gehackt. „Vielen Dank für diesen besonderen Weihnachtsbaum – eine sehr originelle Idee“, sagte Jens Ranft, der das Geschenk im Besprechungsraum stehen lassen möchte, damit sich die Mitarbeiter daran erfreuen können.

Nicole Möller bedankte sich bei ihm für die gute Zusammenarbeit und zog eine kurze Bilanz des zu Ende gehenden Jahres: 2018 sei für die WaldWerkStatt ein sehr bewegtes Jahr gewesen. „Wir freuen uns, dass wir für viele Jugendliche eine Perspektive finden und sie in eine Ausbildung oder eine Berufsvorbereitung bringen konnten“.

WaldWerkStatt als Sprungbrett in ein neues Leben

Die WaldWerkStatt hat im Sommer zehnjähriges Bestehen gefeiert. Bisher haben das Jugendberufshilfeprojekt mehr als 250 junge Menschen durchlaufen. Mit Stützunterricht, sozialem Kompetenztraining und viel Zuwendung sollen sie ins Leben begleitet und an den Arbeitsalltag herangeführt werden. Außerdem haben sie praktische Einsätze in Holz- und Hauswirtschaft.

Kontakt: Telefon 03437 982484

Von LVZ