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Markkleeberg AfD und Grüne neu in Großpösna dabei
Region Markkleeberg AfD und Grüne neu in Großpösna dabei
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06:31 28.05.2019
Blick ins Wahllokal in Großpösna. Quelle: Andre Kempner
Grosspösna

Insgesamt stimmten in Großpösna 72 Prozent der Wahlberechtigten ab, was erneut eine sehr hohe Beteiligung ist. Die Wähler schickten zwei Parteien neu in das Gremium: die AfD mit drei Personen und die Grünen mit zwei ihrer Kandidaten. Andreas Wolf freut das Ergebnis von 16,1 Prozent für die AfD, er sitzt künftig mit für sie im Gemeinderat: „Wir wollen parteiübergreifend arbeiten, brauchen keine Reibereien. Die Vertreter im Gemeinderat haben bisher gute Arbeit geleistet, wir wollen uns da mit einbringen für die Gemeinde.“ Neu im Gremium sind auch die Grünen, 9,6 Prozent der Wähler hatten sich für sie entschieden. Nicht mehr gereicht hat es für die Freien Wähler Störmthal, die mit Paul-Friedrich Loose bisher einen Vertreter im Gemeinderat hatten. Mit 4,8 Prozent scheiterten sie knapp. „Diesmal hat es als Einzelkandidat nicht gereicht. Das ist bedauerlich, weil somit kein Störmthaler im Gemeinderat vertreten sein wird, aber der Wähler hat es entschieden, so ist die Demokratie“, erklärt der 61-Jährige.

FDP sieht ihre Arbeit honoriert

Die Linke muss mit 12,2 Prozent der Wählerstimmen zwei ihrer bisherigen vier Sitze abgeben. Über einen Sitz mehr als bisher freut sich die FDP. „Dass wir 6,1 Prozent erreichen ist ein Ausdruck der guten Arbeit der FDP in Großpösna, nicht nur im Gemeinderat. Das wird von den Bürgern honoriert. Das Ergebnis ist gut für die parlamentarische Arbeit in der Gemeinde, ich werde dort bei Diskussionen auch weiterhin kritisch nachfragen“, verspricht Gemeinderat Heinz Schreiber. Weniger Grund zur Zufriedenheit sieht die CDU, obwohl sie mit 20,7 Prozent knapp vor der SPD (20,4 Prozent) stärkste Kraft wurde. Allerdings haben die Christdemokraten zwei Sitze verloren. Mehr noch ärgert Spitzenkandidat Jörg Stephanie, dass es mit den verbliebenen vier Sitzen nicht für den Einzug extra aufgestellter junger Kandidaten reichte. „Wir hatten extra Platz gemacht, aber die Stimmenzahl hat nicht gereicht.“

Zusammenarbeit für Großpösna

Am Ergebnis insgesamt ärgere ihn zudem, dass drei AfD-Leute aus Seifertshain wie aus dem Nichts auftauchen, gewählt werden, und jene, die jahrelang im Gemeinderat für den Ort arbeiten, so abgestraft werden. „Am Ende aber gilt es, das Ergebnis zu respektieren und mit jedem zum Wohl der Gemeinde parteiübergreifend zusammenzuarbeiten“, blickt der 61-Jährige voraus. Gute finde er, dass mit dem Einzug der Grünen der Gemeinderat etwas bunter werde.

Auch die SPD hat vier Sitze, einen weniger als bisher. Gemeinderat Thomas Fröhlich ist damit noch ganz zufrieden, sagt er. „Damit können wir weiterhin für Großpösna tätig sein und zielführende Entscheidungen mit fällen. Ich hoffe, dass die Fraktionen übergreifende Zusammenarbeit weiterhin gepflegt wird.“ Schließlich gehe es um Inhalte und Themen für Großpösna und nicht um parteipolitische Befindlichkeiten. Mit den AfD-Räten wolle man wie mit jedem anderen demokratisch gewählten Gemeinderat umgehen.

Von Olaf Barth

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