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Markkleeberg Arbeiten für die Schmutzwasserentsorgung haben begonnen
Region Markkleeberg Arbeiten für die Schmutzwasserentsorgung haben begonnen
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06:01 19.03.2019
AbDas Material- und Gerätelager Quelle: Redepenning
Zwenkau

Nach vielen Jahren der Diskussionen mit den Anwohnern um die wirtschaftlichste Möglichkeit für die Abwasserentsorgung ist es im Ort endlich mit den Bauarbeiten losgegangen. Etappenweise werden derzeit die Voraussetzungen geschaffen, um insgesamt 59 Häuser an die neue Druckentwässerung anschließen zu können.

Das BLK-Bohrteam aus dem sachsen-anhaltinischen Görschen arbeitet entlang der Carsodorfer Straße und Am Ring. Hier wurde auf einer kommunalen Fläche das Material- und Gerätelager eingerichtet. „Aufgrund der günstigen Witterung konnten wir schon frühzeitiger als geplant mit der Maßnahme beginnen können“, sagte Tiefbauamtsleiterin Steffi Gebauer. Alles liefe planmäßig. Der Einbau erfolgt grabenlos. Planer Benno Schöpe hatte das Vorgehen im letzten Jahr im Rahmen einer Bürgerversammlung vorgestellt (die LVZ berichtete). Der Hauptstrang, an dem alle Hausanschlüsse hängen, verliefe in der Carsdorfer Straße. Er werde mittels Horizontalverlegung über Kopflöcher in den Boden gebracht – ein Verfahren, das die Aushebung langer Gräben überflüssig macht. Die Kopflöcher sind derzeit zu sehen, um sie herum wird mit Hochdruck gearbeitet, was abschnittsweise weise auch ein paar Tage lang mit viel Lärm verbunden ist. Die Carsdorfer Straße ist deshalb momentan halbseitig gesperrt, der Verkehr wird über eine mobile Ampelanlage geregelt.

Steffen Weidig sitzt an einem dieser Kopflöcher und ist schon beim dritten Arbeitsschritt angelangt. Nach der sogenannten Pilotbohrung erfolgte das Aufweiten, derzeit werden die Kabel eingezogen. „Die Hausanschlüsse erfolgen nach den individuellen Absprachen, die bereits mit einem Planer stattgefunden haben“, erläutert Polier Uwe Schmidt. Nichtsdestotrotz wird er selbst noch einmal jeden Betroffenen persönlich ansprechen, um mögliche Änderungen, besondere Wünsche oder fachliche Fragen zu klären. „Je nach Verlauf der Arbeiten könnte es sein, dass ich schon nächste Woche damit anfange“, so Schmidt.

Jedes Grundstück bekommt eine Pumpe, die das anfallende Abwasser in den Hauptsammler befördert. Die sei von der Leistung her mit einem großen Toaster vergleichbar und arbeite wie ein Fleischwolf, um alle Inhaltsstoffe möglichst kleinteilig weiterzuleiten, hatte Schöpe erklärt. Sie hielte die Rohre möglichst leer. „Denn wo nichts ist, kann nichts stinken“, so der Planer anschaulich.

Das ursprüngliche Abwasserbeseitigungskonzept musste nach dem „Grundhochwasser“ 2010/11 überarbeitet werden. Die damals vorgesehene dezentrale Lösung mit vollbiologischen Kleinkläranlagen in jedem Grundstück erwies sich als nicht mehr praktikabel. Grund war der nach der Einstellung des Tagebaus stetig steigende Grundwasserspiegel. Gemeinsam mit dem Abwasserzweckverband „Weiße Elster“ hatte sich Zwenkau für die Druckentwässerung entschieden.

Von Gislinde Redepenning

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