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Markkleeberg Arbeitskreis und Künstler entwerfen besondere Schilder für Dreiskau-Muckern
Region Markkleeberg Arbeitskreis und Künstler entwerfen besondere Schilder für Dreiskau-Muckern
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09:49 01.02.2017
Regen die Phantasie an: Die neuen Aufsteller informieren Besucher über Dreiskau-Muckern, seine Geschichte, Veranstaltungen und sein Gewerbe.
Regen die Phantasie an: Die neuen Aufsteller informieren Besucher über Dreiskau-Muckern, seine Geschichte, Veranstaltungen und sein Gewerbe. Quelle: Kempner
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Grosspösna

Besuchern von Dreiskau-Muckern fallen die kleinen Kunstwerke seit einigen Tagen auf: Ganz besondere Schilder informieren nahe den Ortseinfahrten über Sachsens früher mal jüngstes Dorf mit trotzdem langer Geschichte.

Tafel mit Wimpel und Leuchtturm, oder mit Segel und Boje? Oder mit Auge? Der Phantasie sind beim Betrachten der Schilder keine Grenzen gesetzt – auch nicht-maritime Motive ließen sich sicherlich erkennen, wenngleich Dreiskau-Muckern seit jüngster Zeit vor allem durch den nahen Störmthaler See und seine touristischen Möglichkeiten viele neue Besucher erhält.

Das Kunstvolle ist natürlich Absicht. Das Konzept sei vom Arbeitskreis Sachsens Schönste Dörfer entwickelt worden, berichtet Anne Richter aus dem Arbeitskreis. Die Aufsteller selbst seien dann unter Regie der ortsansässigen Künstler Eberhard Herrmann und Wolfgang KE Lehmann entstanden. Wie berichtet, waren beide frühere Mitglieder der Ende der Neunzigerjahre aktiven Künstlergruppe „Kunst statt Kohle“. „Dreiskau-Muckern macht bis heute seinem Ruf als Künstlerdorf alle Ehre“, meint Richter.

Die Tafeln selbst sind dann eher typisch: Es gibt Flächen für Gewerbetreibende, für Veranstaltungen im Ort und Informationen zur Ortsgeschichte. Auf der Rückseite sei eine Übersichtskarte in Planung, erzählt Richter. Die Aufsteller sollten für Ausflügler oder Vorbeifahrende eine Übersicht über ansässige Gewerbe bieten. Denn was nur wenige wissen: Dreiskau-Muckern habe erstaunlich viel Gewerbe, erklärt Richter. Hinter den Hoftoren versteckten sich nicht nur schöne Dreiseithöfe, sondern auch erstaunlich viele kleine Firmen. „Wenn man von den 482 Einwohnern die 126 Kindern außen vor lässt, betreiben zirka 50 Personen ein Gewerbe“, weiß sie.

Lokale Firmen halfen beim Bau und bei der Genehmigung fürs Aufstellen der rund drei Meter hohen Konstruktionen. Der Bauhof der Gemeinde Großpösna schließlich verankerte die Dreiskau-Muckern-Tafeln fest in der Erde.

Von Jörg ter Vehn