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Markkleeberg Bergbauseen sind zu sauer – Schiff bringt Kalksteinmehl ins Wasser
Region Markkleeberg Bergbauseen sind zu sauer – Schiff bringt Kalksteinmehl ins Wasser
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11:52 20.03.2019
Seit Dienstag ist auf dem Störmthaler See im Auftrag der Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH ein Bekalkungsschiff unterwegs, um hier die Wasserqualität abzusichern. Quelle: André Kempner
Großpösna.

Die Versauerung der Seen tritt auf, weil nach Beendigung des Bergbaus und dem darauf folgenden Grundwasserwiederanstieg die durch die Belüftung des Untergrundes und Pyritverwitterung entstandenen Stoffe wie Eisen, Sulfat und Säure in das Grundwasser gelangen. Das strömt in die Seen und führt zu deren Versauerung, das heißt, die pH-Werte im Seewasser sind zu niedrig. Es ist daher laut LMBV eine langfristige Nachsorge der Gewässergüte erforderlich.

Schiff ist vier bis sechs Wochen unterwegs

Zur Neutralisation wird auf dem Schiff ein Stoffgemisch aus Seewasser mit maximal drei Prozent Kalkanteil hergestellt und anschließend unter der Seeoberfläche eingebracht. Das Schiff fährt dazu großflächig die gesamte Seefläche bis auf die ausgewiesenen Verbotsgebiete ab. Das alkalisch wirkende Kalksteinmehl wird auf dem Schiff gelagert. Wie die LMBV weiter mitteilte, werden die Bergbaufolgeseen nacheinander behandelt. Der Zeitpunkt und die Dauer der Schiffseinsätze seien abhängig vom jeweiligen pH-Wert in den Seen.

Ein Einsatz könne pro See und pro Kampagne vier bis sechs Wochen dauern. In Abhängigkeit der pH-Wert-Entwicklung sind gegebenenfalls auch mehrere Einsätze im Jahr pro See möglich. Die Fahrspuren, Kalkmenge und deren Auswirkungen auf die Seewasserbeschaffenheit würden parallel überwacht und dokumentiert. Das Ziel ist, in den Bergbaufolgeseen einen pH-Wert von 6 bis 8 zu erreichen.

Baden ist weiterhin möglich

Dafür würden jährlich bis zu 6650 Tonnen Kalksteinmehl in die Seen eingebracht, das sei wasserrechtlich genehmigt. Davon sind nach derzeitigem Stand bis zu 2250 Tonnen Kalksteinmehl jährlich für den Störmthaler See, weitere 3000 Tonnen für den Zwenkauer See und 1400 Tonnen für den Hainer See vorgesehen. „Das eingesetzte Kalksteinmehl ist sowohl für den Menschen als auch für die Umwelt unbedenklich. Es ist nicht hautreizend, nicht augenreizend und nicht giftig. In gelöstem Zustand ist es ein natürlicher und unentbehrlicher Bestandteil der natürlichen Gewässer“, informiert die LMBV.

Während der Bekalkung könne im See auch gebadet und Boot gefahren werden. Die Nutzung der Seen sei weiterhin uneingeschränkt möglich. Allerdings sollten Nutzer nicht durch die Kalkfahne schwimmen, um Ablagerungen auf Haut und Badebekleidung zu vermeiden. Bootsbesitzer und Schwimmer sollten einen angemessenen Abstand zum Gewässerbehandlungsschiff halten, um eine gegenseitige Gefährdung auszuschließen.

Weitere Informationen unter: www.lmbv.de

Von Olaf Barth

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