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Markkleeberg Buntes Programm lockt die Zwenkauer ins Haus
Region Markkleeberg Buntes Programm lockt die Zwenkauer ins Haus
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06:03 16.03.2019
Susanne Schönherr, Katharina Seifert und Steffen Wieser (von links nach rechts) bringen Leben ins Kulturkino. Quelle: Andre Kempner
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Zwenkau

Das Kulturkino in Zwenkau ist ein Treffpunkt für Jung und Alt sowie für alle Nationalitäten. Die Kulturinitiative hat als Verein ganze Arbeit geleistet und sich nicht nur um die Renovierung der Gebäudes verdient gemacht. Sie hat ihm auch mit einer bunten Palette von Veranstaltungen Leben eingehaucht.

Mit Katharina Seifert hat das Kulturkino derzeit eine hauptberufliche Mitarbeiterin, die sich um den Aufbau eines Netzwerks kümmert. Die Projektstelle zum Aufbau eines soziokulturellen Zentrums bekommt sie jeweils für ein Jahr, im Mai 2018 hat die Leipzigerin angefangen. Sie hat Erziehungswissenschaften und Amerikanistik studiert, sich anschießend auf den Gebieten Projekt- und Kulturmanagement weitergebildet. „Wir hoffen, dass es mit dieser Unterstützung weitergeht, sonst bricht hier alles zusammen“, sagt Steffen Wieser, der Vereinsvorsitzende der Kulturinitiative. Man merke deutlich, dass Seiferts Arbeit durch den Aufbau eines Netzwerks und die Kontakte zu Kitas und Schulen im Ort Früchte trägt. „Ehrenamtlich neben dem Beruf könnten wir das als Verein nicht stemmen“, so Wieser. Die gut zwei Dutzend Mitglieder seien sehr engagiert und sorgten schon für einen geregelten Ablauf des immer umfangreicheren Programms, man dürfe sie aber nicht überfordern. Immerhin sind Einlass, Technik und Bar permanent zu besetzen. Sogar die Reinigung erfolgt in Eigenregie. Nach der langen Bauphase, nach vielen Höhen und Tiefen und der großen Wiedereröffnung im März 2017 war ein wenig die Luft raus, gab Wieser zu. Bis dahin hatte die Kulturinitiative in 13 Jahren rund 30 000 Stunden ehrenamtlich gearbeitet, um rund eine Million Euro Fördermittel und Spenden gekämpft und zuletzt die 22-monatige Sanierung durchgestanden.

Das Vorhaben, den Zwenkauern ein breites Repertoire an Veranstaltungen anzubieten, nimmt Fahrt auf. Vom Neujahrskonzert des Leipziger Symphonieorchesters über Liveauftritte des Duos Capriccio am 22. März, der Gruppe Zerwanst mit Folkmusik vom Feinsten am 30. März bis zum Kabarett Academixer, das am 11. April mit der Drei-Mann-Show „mannomann“ zu Gast ist, wird neben Kinofilmen viel geboten. So mancher Blockbuster sorgt für einen vollen Saal, trotz Baustelle vor dem Haus. Ein großer Erfolg war das erstmals angebotene Seniorenkino mit Kaffee und Kuchen Anfang des Monats. „Die Leute kamen ins Gespräch und saßen lange zusammen, das wird sich weiter herumsprechen“, ist Wieser sicher.

Immer mehr Anfragen zur Nutzung der Räumlichkeiten, sei es für Chorproben oder für Selbsthilfegruppen, beweisen: Das Kulturkino ist mitten in der Stadt angekommen. Ein Anliegen bleibt offen. „Trotz aller Unterstützung würden wir uns noch mehr kontinuierliche Förderung und eine noch klarere Positionierung wünschen, um längerfristig planen zu können“, betont die stellvertretende Vereinsvorsitzende Susanne Schönherr.

Von Gislinde Redepenning