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Markkleeberg Dachsanierung reißt Loch in Etat der DSG
Region Markkleeberg Dachsanierung reißt Loch in Etat der DSG
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09:01 29.06.2019
Parkplatzgebühren wie hier am Aussichtspunkt am Störmthaler See sind eine Einnahmequelle der DSG und tragen zur Finanzierung der Ausgaben für Ordnung und Sicherheit am See bei. Quelle: André Kempner
Grosspösna

Die gemeindeeigene Dorf- und Seenentwicklungsgesellschaft Großpösna mbH (DSG) schließt das Geschäftsjahr 2018 mit einem Minus in Höhe von rund 67 000 Euro ab. Da der im Ehrenamt tätige Geschäftsführer Daniel Strobel, zugleich Hauptamtsleiter in der Gemeinde, dieses Minus begründen und ansonsten eine positive Entwicklung der Gesellschaft prognostizieren konnte, stimmten die Gemeinderäte einstimmig für die Feststellung des Jahresabschlusses und die Entlastung von Geschäftsführer und Aufsichtsrat.

Dachsanierung führt zum Minus

Grundlage für diesen Beschluss war allerdings auch der vorliegende Prüfbericht von Wirtschaftsprüfer Bernhard Decker. Dieser hatte das Zahlenwerk unter die Lupe genommen und ihm den „uneingeschränkten Bestätigungsvermerk“ erteilt. Die Prüfung habe zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt. Im Gemeinderat erklärte Strobel, wie es zu dem Minus in der Jahresbilanz 2018 gekommen ist: „Wir hatten in Dreiskau-Muckern für die notwendige Sanierung des Daches im Rittergutshof 1 insgesamt 128 000 Euro ausgeben müssen. Das war ein einmaliger Sonderfall, aus dem das Minus in der Bilanz resultiert.“ Zugleich stellte Strobel im Ausblick für 2019 eine Besserung der Bilanz in Aussicht. „Wir befinden uns mitten in der Vermarktung des neuen Wohngebietes Muckern-Südwest, dadurch generieren wir Einnahmen. In den Objekten der Gesellschaft herrsche zudem eine stabile Vermietungslage. Die Verlängerung des Vertrages mit den Highfield-Veranstaltern für weitere zwei Jahre schlage gleichfalls positiv zu Buche.

Bezahlbarer Wohnraum als Ziel

Ohne die Dachsanierung wäre die Bilanz bei 379 000 Euro Umsatz auch 2018 schon positiv ausgefallen. Durch Vermietung und Verpachtung seien 234 000 Euro erzielt worden. An Gebühren auf den Parkplätzen am See wurden 95 000 Euro eingenommen und aus dem Highfield-Vertrag fließen 40 000 Euro an die DSG. Mit den nun dieses Jahr fälligen Einnahmen aus der Vermarktung des Wohngebietes Muckern-Südwest will die DSG nun in die Vorplanungen von Mietwohnungen in Großpösna einsteigen. „Das ist ja auch Ziel und Grundgedanke unseres Wirkens. Wir wollen mit Hilfe unserer Erlöse selbst bezahlbaren Wohnraum schaffen, der in Großpösna dringend benötigt wird“, erklärte Strobel. Ein weiterer Schwerpunkt der DSG ist die Entwicklung rund um den Störmthaler See und alles, was mit Ordnung und Sicherheit zu tun hat, damit sich die Besucher wohl fühlen. So würde zum Beispiel ein Teil der Parkplatzerlöse dafür genutzt, die Kosten für Aufräumarbeiten und Müllentsorgung zu finanzieren.

Vertragsaktualisierung angekündigt

Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) dankte nicht nur Geschäftsführer und Aufsichtsrat für deren Arbeit, sie kündigte zugleich eine Aktualisierung des Gesellschaftsvertrages an. Ohne auf Details einzugehen, deutete sie an, dass es angesichts der Aufgabenfülle, der Umsätze und der großen Verantwortung kaum noch machbar sei, die Aufgaben der DSG mit einer Geschäftsführung in Form eines Ehrenamtes erfüllen zu können.

Von Olaf Barth

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