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Markkleeberg „Die Lage ist kritisch“
Region Markkleeberg „Die Lage ist kritisch“
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17:51 10.01.2011

Grundstücke sind überflutet, Geh- und Radwege nicht mehr passierbar. Doch der Scheitelpunkt ist erreicht, alle Kommunen verzeichnen sinkende Pegelstände.

In Zwenkau gilt seit vorgestern Abend Alarmstufe drei. Vier gibt es insgesamt. Der Pegelstand der Weißen Elster betrug zu dem Zeitpunkt 3,40 Meter. Bürgermeister Holger Schulz selbst war vor Ort, um sich die Situation anzusehen und zu entscheiden, was zu unternehmen sei. „Die Lage ist kritisch. Wir haben derzeit einen permanenten Wachdienst an den Deichen rund um die Weiße Elster“, sagte Schulz. Zu zweit seien die Mitarbeiter vor Ort, um auf Durchnässung und Durchbrüche zu achten. Am späten Sonntagnachmittag sei zudem die Aue in Rüssen überflutet worden, eine Gefährdung von Menschen und Wohnhäusern habe jedoch nicht bestanden. Zwar gebe es vereinzelt betroffene Grundstücke, „aber die Menschen wissen, dass sie in der Aue wohnen und sind darauf eingerichtet“. Mittlerweile verzeichnet Zwenkau leicht fallende Pegelstände, Schulz hoffte gestern, dass die Alarmstufe bald herabgesetzt werden könne. Dann könne der ständige Wachdienst durch regelmäßige Kontrollgänge ersetzt werden.

In Markkleeberg ist die Situation nicht so dramatisch wie im vergangenen Jahr nach der Schneeschmelze. „Das liegt daran, dass es keine weiteren Niederschläge gab“, sagte gestern Stadtsprecher Daniel Kreusch. Zudem habe es Frost gegeben. Die Weiße Elster hatte in Kleindalzig am Wochenende einen Höchststand von 3,42 Meter erreicht, hier galt gestern noch Alarmstufe drei. Rund um die Pleiße war lediglich Alarmstufe zwei ausgerufen worden. Der Scheitel, so Kreusch weiter, sei mittlerweile durch, derzeit würden die Pegel wieder sinken. Vereinzelt kam es zu vollgelaufenen Kellern. Gesperrt werden musste am Goethesteig der Geh- und Radweg.

In Kitzen müssen sich die Anwohner keine Sorgen machen. „Hier ist alles im grünen Bereich“, sagt Heiko Rillich, Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Kitzen. Schon Mitte Dezember sei die Einspeisung des Floßgrabens – er wird durch Grundwasser gefüllt – vorsorglich gedrosselt worden. Denn schon zu dem Zeitpunkt gab es eine leichte Tauperiode, die den Wasserspiegel steigen ließ. „Gefahr droht hier nicht“, beruhigte Rillich. Dennoch sind die Feuerwehren Kitzen und Kleinschkorlopp unterwegs, um vollgelaufene Keller und Grundstücke leerzupumpen. Die Feuerwehr Pegau brauchte Verstärkung. Sie hatte in den vergangenen Tagen durchgängig gearbeitet und bat um Unterstützung aus Kitzen.

Kritisch, aber nicht dramatisch ist die Lage in Markranstädt. „Die Gewässer zweiter Ordnung wie Gräben und Teiche arbeiten an ihrer absoluten Leistungsgrenze“, sagte Heike Helbig, Sprecherin der Stadt.

Julia Tonne

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