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Markkleeberg Die Technik ist top bei der Freiwilligen Feuerwehr Zwenkau
Region Markkleeberg Die Technik ist top bei der Freiwilligen Feuerwehr Zwenkau
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06:01 04.02.2019
Siegmar Lange (knieend in der Bildmitte) erklärt den Mädchen und Jungen der Zwenkauer Jugendfeuerwehr die Lichttechnik. Die Nachwuchseinheit besteht aus 26 Kindern zwischen acht und 15 Jahren. Quelle: André Kempner
Zwenkau

Die Freiwillige Feuerwehr Zwenkau ist gut aufgestellt. Das ergibt der aktuelle Brandschutzbedarfsplan, den die Stadträte kürzlich einstimmig verabschiedet haben. In den vergangenen Jahren wurde viel in neue Technik investiert. 2019 wird die Ausstattung weiter optimiert.

Die Gemeinden sind verpflichtet, Aufstellung, Ausrüstung, Unterhaltung und den Einsatz einer den örtlichen Verhältnissen entsprechenden leistungsfähigen Feuerwehr nach den jeweils angepassten Plänen vorzunehmen. Für diese Pläne zeichnen in Zwenkau die Sicherheitsingenieure der Dresdner Firma Emragis verantwortlich, mit deren Leistung Stadtwehrleiter Thomas Kröter überaus zufrieden ist. Er selber war ebenfalls gefragt. Viel Fleißarbeit war nötig, bis die Flut von Daten integriert und auf 170 Seiten veröffentlicht werden konnten. Dazu gehörte neben der Auswertung aller Einsätze der letzten fünf Jahre auch die Bestandsaufnahme von rund 800 Gebäuden in Zwenkau und den Ortsteilen, die aus brandschutztechnischen Gründen mit einem erhöhten Risiko behaftet sind, beispielsweise Lager mit brennbaren Stoffen, Schulen, Verwaltungsgebäude oder Krankenhäuser, so Kröter. Da sich Zwenkau stetig weiterentwickele, müssten auch die neuen und geplanten Wohngebiete berücksichtigt werden.

David Zühlke , Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, gratuliert Bürgermeister Holger Schulz zur ganz besonderen Auszeichnung Quelle: Christian Modla

Ein Blick ins Gerätehaus zeigt: Die technische Ausstattung könnte kaum besser sein, die veraltete DDR-Technik wurde Stück für Stück ausgetauscht. „Wir sind schon sehr gut aufgestellt“, findet Kröter. Das sei nicht zuletzt ein Verdienst des obersten Dienstherren der Feuerwehr, Bürgermeister Holger Schulz (CDU), der immer ein offenes Ohr für die Belange der Kameraden habe und mit dem Stadtrat Mittel für nötige Investitionen freigebe. Eine Anerkennung für den unermüdlichen Einsatz bekam Schulz im vergangenen Jahr, als ihm der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, David Zühlke, die „Deutsche Feuerwehr Ehrenmedaille“ überreichte. Sie ist für Personen, die nicht aktives Feuerwehrmitglied sind, die höchste Auszeichnung.

Im April konnte das neue Feuerwehrboot „Florian 11881“ offiziell in See stechen. Vier Anläufe waren damals nötig, bis die Stadt einen Anbieter gefunden hatte. Schulz stand bei der Einweihungsfahrt auf dem Zwenkauer See persönlich am Steuer. Auch 2017 bewies er seine Leidenschaft für die Kameraden, als er es sich nehmen ließ, einen neuen Einsatzleitwagen persönlich vorzufahren.

Im Dezember wurde ein neuer Gerätewagen Logistik, der „GW - L1“, feierlich in Dienst gestellt. „Das Fahrzeug ist ganz nach unseren Wünschen ausgestattet worden“, hatte Kröter erklärt. Sechs Rollcontainer für Schläuche, Pumpen, Atemschutz, Elektrik und Beleuchtung könnten je nach Bedarf beladen werden. „Wenn dieses Fahrzeug im Einsatz ist, sind wir in der Lage, mit weniger Leuten als bisher einen größeren Aufgabenkreis abzudecken“, so Kröter. Neben vorhandene Straßen und Wegen, der Erreichbarkeit und der Fahrzeiten standen auch die personelle Ausstattung, die Altersstruktur, die Ausbildung der Floriansjünger sowie ihre Verfügbarkeit im Fokus. „Natürlich könnten wir mehr aktive Kameraden gebrauchen“, gibt Kröter zu. Jeder, der mitmachen möchte, sei herzlich willkommen. Erfreulich sei die Resonanz im Jugendbereich. 26 Mädchen und Jungen zwischen acht und 15 Jahren kämen regelmäßig zum Üben. „Es wäre schön, wenn so viele wie möglich von ihnen dabeibleiben und in den aktiven Dienst wechseln würden“, hofft Kröter. Das hinge natürlich nicht nur vom Engagement, sondern davon ab, wohin es die Jugendlichen beruflich hin verschlüge.

Von Gislinde Redepenning

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