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Markkleeberg Endspurt beim Ausbau der Sachsen-Franken-Magistrale
Region Markkleeberg Endspurt beim Ausbau der Sachsen-Franken-Magistrale
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16:00 13.05.2019
Die Brücke in der Zwenkauer Straße ist mittlerweile fertig und die Unterführung für den Verkehr wieder freigegeben. Quelle: Julia Tonne
Böhlen

Endspurt bei den Bauarbeiten entlang der Sachsen-Franken-Magistrale zwischen Böhlen und Markkleeberg. Wie die Deutsche Bahn (DB) mitteilt, sollen spätestens in einem Jahr alle Arbeiten beendet sein. Das dürfte vor allem die Großdeubener freuen, die seit vier Jahren immer wieder Umleitungen und auch Lärm und Schmutz in Kauf nehmen müssen.

Seit 2015 arbeitet die DB an der Modernisierung der Sachsen-Franken-Magistrale auf der Eisenbahnstrecke Leipzig–Hof im Abschnitt Markkleeberg-GaschwitzBöhlen. Dabei werden Gleise, Oberleitungen, Brücken, Bahnsteige, Sicherungstechnik und Telekommunikationsanlagen erneuert.

Das Ziel: „Die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur für die künftigen Anforderungen des Zugverkehrs zu verbessern“, erklärt Matthias Sieber, Projektleiter für das Bauvorhaben bei der DB Netz AG. Vor allem der Abriss und der Neubau der drei Brücken führte in Großdeuben immer wieder zu geänderten Verkehrsführungen.

Bis Herbst dieses Jahres soll die Brücke in der Zwenkauer Straße fertig sein und die Unterführung für den Verkehr wieder freigegeben werden. Quelle: Julia Tonne

Bauarbeiten während des laufenden Bahnbetriebs

Aktuell werde an der Fertigstellung der Eisenbahnüberführung Neue Harth gearbeitet sowie Gleise, Lärmschutzwände, Oberleitungs- und Signalanlagen im Bereich Bahnhof Markkleeberg-Gaschwitz fertiggestellt. Im vierten Quartal 2019 erfolge der Rückbau des Behelfsbahnsteiges am Gleis 10 und der Abbruch des alten Stellwerkgebäudes.

Die Bauarbeiten würden überwiegend „unterm rollendem Rad“ stattfinden. Mindestens jeweils ein Streckengleis bleibe immer befahrbar, um die Erreichbarkeit der Region im Personen- und Güterverkehr aufrechtzuerhalten. So werde unter anderem ein reibungsloser Güterverkehr bei dem für die Stadt Böhlen bedeutungsvollen Werkverkehr der Firma DOW-Chemical gewährleistet, ergänzt Sieber.

Entlastung der Zwenkauer Straße geplant

Für die Großdeubener heißt die Ankündigung der Bahn, noch ein Jahr Geduld aufzubringen. Denn für die verbleibenden Arbeiten wird ein Großteil der Stoffe wie Schienen, Schwellen und auch Schotter über die Schiene angeliefert, was mit Lärm einhergeht. Und auch in der Zwenkauer Straße, dessen Anwohner sich über die Verkehrsbelastung und den damit einher gehenden Dreck beschwert hatten, wird der Verkehr noch eine Weile anhalten.

Wegen des hohen Gefälles muss beim Brückenabriss die Entwässerung der Zwenkauer Straße über eine Hebeanlage realisiert werden. Quelle: Julia Tonne^

Laut Sieber werde zwar zur Entlastung der Zwenkauer Straße ein Großteil der Materialtransporte über die Verbindungsstraße Neue Harth – B2 (Richtung Zwenkau) realisiert. Dennoch sei es unvermeidbar, „Transporte auch über das öffentliche Straßennetz durchzuführen“. Wie der Projektleiter deutlich macht, sollen die Wege „turnusmäßig und nach Bedarf“ gereinigt werden. „Die DB bemüht sich, die Einschränkungen für die Anwohner auf ein Minimum zu reduzieren.“

Was des einen Leid, ist des anderen Freud. Während die Anwohner in Großdeuben schon lange mit den Auswirkungen der Modernisierung zu kämpfen haben, haben die Böhlener Knirpse aus der gleichnamigen Kindertagesstätte keinen Grund, sich zu beschweren.

Im Gegenteil. Sie profitieren in Form einer Patenschaft von den Bauarbeiten. Erst kürzlich hatten das Projektteam der Bahn, die am Bau beteiligte Baufirma Hasselmann und die DB Bahnbaugruppe GmbH im Außenbereich des Kindergartens ein neues Klettergerüst für die Kinder errichtet.

Zahlen und Fakten zum Bahnbau

Der Umbau des Streckenabschnitts Markkleeberg-GaschwitzBöhlen bringt beeindruckende Zahlen mit sich. In den vergangenen Jahren wurden Zehntausende Baustoffe bewegt und benötigt. Allein für die Rückbau wurden 45.000 Kubikmeter Altschotter bewegt, davon 25.000 Kubikmeter für den Wiedereinbau aufbereitet. Weitere Zahlen: • Rückbau Erdstoffe: 35.000 Kubikmeter • Neustoffe Schotter: 20.000 Kubikmeter • Neubau Schiene: 21.000 Meter • Neubau Schwellen: 27.000 Stück • Neubau Weichen: 45 Stück • Neubau Kabel: 100 Kilometer • Neubau Oberleitung: 17000 Meter Wie Matthias Sieber betont, würden die ausgebauten Stoffe entweder einer Wiederverwendung zugeführt oder entsprechend strenger Kriterien sowie nach Kategorien unterschieden entsorgt.

Von Julia Tonne

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