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Markkleeberg Fahrradkirche bekommt ein lichtdurchflutetes Membrandach
Region Markkleeberg Fahrradkirche bekommt ein lichtdurchflutetes Membrandach
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19:03 06.09.2019
Die Mitglieder der AG Fahrradkirche freuen, dass das neue Dach Form annimmt. Quelle: Kempner
Markkleeberg

Mit der feierlichen Übergabe des Kirchendaches, die am Sonntag um 16 Uhr im Rahmen eines großen Festes an der Fahrradkirche in Zöbigker stattfindet, haben die Mitglieder der AG Fahrradkirche und des Fördervereins einen weiteren Riesenschritt in Richtung Sanierung geschafft. Das Richtfest haben sie in kleinerem Kreis schon einmal vorgefeiert.

Kirche ist Treffpunkt für alle Menschen

Die Fahrradkirche sei ein Treffpunkt für alle Menschen, nicht für diejenigen, die dem christlichen Glauben nahestehen, betont Pfarrerin Kathrin Bickhardt-Schulz von der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Markkleeberg-West. Willkommen sei, wer den Alltag loslassen und neue Kraft schöpfen möchte oder wer neue spirituelle Wege sucht.

Die Idee, die 1942 durch einen Schwelbrand im Orgelmotor bis auf die Grundmauern niedergebrannte Dorfkirche aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken, entstand 2004, sechs Jahre später gründete sich der Förderverein. Es folgten viele Maßnahmen, je nach Aufkommen von Spenden und Fördergeldern, angefangen von der Stabilisierung der Ruine über die Sanierung der Außenmauer bis zur Eröffnung eines Anbaus mit einer behindertengerechten Sanitär-Anlage im April. Im Spätsommer 2014 hatte die Kirchgemeinde nach jahrelanger Vorbereitung mit der Notsanierung begonnen. 2015 konnten Besucher des Ostergottesdienstes zum ersten Mal wieder das Innere der ehemaligen Dorfkirche betreten. Bald können sie das ganz unabhängig vom Wetter.

Membrandach wird transparent

„Mit 200 000 Euro von der Landeskirche war es uns möglich, das Dach zu konzipieren“, blickt Bickhardt-Schulz zurück. Und das ist etwas ganz Besonderes, eigentlich eine „Kirche in der Kirche“. „Wir mussten die Bodenbeläge erneuern, um die Punktfundamente für die Ständer herzustellen, die das neue Dach tragen“, erklärt Aaron Büchel-Bernhardt. Das Gerüst mit den Dachbalken steht jetzt. Als nächstes werden sie mit einer Membran bespannt. Die hat noch einen beigen Ton. Die UV-Strahlung sorgt im Laufe der Zeit dafür, dass die Membran weiß und lichtdurchlässig wird. „Man wird das Gefühl haben, man stünde im Tageslicht“, erklärt Büchel-Bernhardt. Ingrid Diestel hat ein Stück des festen Stoffes an ihrem Schlüsselbund befestigt. Das zeigt sie immer dann, wenn sie Neugierigen bei Führungen die Konstruktion erklärt. „Ich werde oft ungläubig gefragt, ob das denn hielte“, erzählt sie schmunzelnd. „Das Dach hat 30 Jahre Bestandszeit, das wurde uns garantiert“, lautet darauf ihre Antwort.

Dem großen Ziel, mit allen baulichen Arbeiten bis 2024 fertig zu sein – dann jährt sich der Umbau durch die Patronatsfamilie Kees zum 300. Mal, ist man sehr nahe gekommen.

Von Gislinde Redepenning

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