Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Film-Crew dreht für Terra X in Seifertshain Szenen aus der Völkerschlacht bei Leipzig
Region Markkleeberg Film-Crew dreht für Terra X in Seifertshain Szenen aus der Völkerschlacht bei Leipzig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:01 12.09.2019
Schwerverletzte Soldaten, Militärärzte und ihre Helferinnen verwandeln samt der notwendigen Requisiten die Seifertshainer Kirche in ein Lazarett zur Zeit der Völkerschlacht. Quelle: André Kempner
Grosspösna

Museumsleiter Peter Krümmel vom Großpösnaer sozio-kulturellen Zentrum Kuhstall bezeichnet die Dreharbeiten in Seifertshain als eine „großartige Sache“ und sagt: „Für dieses Thema bietet Terra X eine fantastische Sendezeit und ein tolles Format. Und für unser Sanitäts- und Lazarettmuseum sowie das damit verbundene Thema ist das eine großartige Bühne.“ Exponate aus dem Museum werden allerdings nicht verwendet, die bleiben in den Vitrinen. Dafür bringt der Laiendarsteller und „Kompanie-Chirurg“ Dirk Heinze vom Verein „Preußische Infanterie 1813“ historische Sägen und Operationsbesteck aus seiner Sammlung mit. „Er bestreitet auch viele Dienste an Wochenenden im Museum und vertritt das ganze Thema hoch kompetent“, lobt der Historiker Krümmel.

Vereinsmitglieder helfen als Komparsen

Heinzes Mitstreiter Marc Rosenthal sitzt bei der Szene in der Seifertshainer Kirche als Preußischer Leutnant zusammen mit verwundeten Soldaten in den staubigen Kirchenbänken: „Heute bin ich mal Opfer.“ Die Verletzten, Blutigen, Schmutzigen warten in vom Kampf gezeichneten Uniformen oder mit freiem Oberkörper auf ihre Behandlung und bilden den Hintergrund für die Szenerie weiter vorn. Rosenthal, studierter Historiker und Geschichtslehrer an einem Leipziger Gymnasium, beschäftigt sich im Verein mit der Zeit der Völkerschlacht und fungiert deshalb auch als Berater für die rund 20-köpfige Film-Crew. Die originalgetreuen Uniformen und das authentische Ambiente am Drehort fußen auch auf seinem Wissen.

„Wir sind Komparsen – gemeinsam mit Darstellern aus befreundeten Vereinen. Wir agieren unter dem Dach des Verbandes ,Jahrfeier der Völkerschlacht b. Leipzig 1813’. Es ist nicht unsere erste Film-Produktion, aber sehr interessant zu sehen, mit welch’ großem Aufwand hier gearbeitet wird.“ Seit Februar sei er bereits in Kontakt mit der Autorin des Drehbuches und Produktions-Managerin Natalia Lucic von der South & Browse GmbH, die für das ZDF diese Folge produziert.

Terra X noch ohne Völkerschlacht

Den Anlass für die insgesamt fünftägigen Dreharbeiten begründet die 38-jahrige Münchnerin so: „Historische Themen werden immer gern gesehen. Aber es gibt bei Terra X noch keine einzige Folge zur Völkerschlacht. Das ändern wir jetzt und haben hier einen idealen Drehort gefunden.“ Bei ihren Recherchen war sie auf Peter Krümmel und das Netzwerk der Völkerschlacht-Darsteller gestoßen. Sie selbst hatte sich beim ersten Treffen im Lazarettmuseum sofort in das Gelände verliebt, weil es so authentisch ist.

Wenn die Folge dann im Sommer 2020 gezeigt wird, soll in den 45 Minuten die ganze Völkerschlacht bei Leipzig abgehandelt werden, exemplarisch dargestellt an fünf Charakteren und Alltagshelden. Anhand der Einzelschicksale eines Bauern, eines Studenten, einer Frau aus dem Bürgertum, eines Mädchens und eines sächsischen Soldaten wird das komplexe Geschehen der vier Tage vom 16. bis 19. Oktober 1813 erzählt.

Hohe Disziplin am Set

Regisseur Johannes von Kalckreuth aus der Nähe von Augsburg schwärmt von der Authentizität des Drehortes und den „tollen Leuten vor Ort“: „Sie sind mit Leidenschaft bei dem Thema dabei und schon eingespielt, wissen worauf es ankommt. Wenn ich sage, antreten, dann stehen sie in Reih’ und Glied, da muss man niemandem mehr was erklären. Sie bringen eine hohe Disziplin am Set mit.“ Die Zusammenarbeit mit den Laiendarstellern mache tierisch Spaß und es gehe sehr entspannt zu.

Gedreht werden die Spielszenen für diese Terra-X-Folge ausschließlich in Seifertshain auf dem Museumsgelände, vorm Pfarrhaus und in der Kirche. Bis zu 35 Darsteller sind beteiligt. Die Szene in der Kirche zeigt mit viel Blut, Verwundungen und Requisiten exemplarisch die ganze Grausamkeit dieser Völkerschlacht. Ob angesichts der frühen Terra X-Sendezeit (jeweils sonntags 19.30 Uhr) auch die frischen Wunden an den Beinstümpfen eines der Opfer gezeigt werden, bleibt abzuwarten. Krümmel meint dazu: „Das war so. Die Völkerschlacht war alles andere als ein Kindergeburtstag, das muss man wissen und auch zeigen.“

Von Olaf Barth

Sind Kita-Plätze im Leipziger Umland eine Alternative für suchende Eltern? Eine interaktive Karte verrät, wo noch Luft ist und wo es schon knapp wird. Denn auch in der Region Leipzig steigt die Zahl der Kinder.

12.09.2019

Eigentlich hatte Zwenkaus Bauamtsleiterin Steffi Gebauer am Dienstag zu einer Informationsveranstaltung über den Ausbau des Großdeubener Weges eingeladen. Doch dann stand sie im Kreuzfeuer der Anwohner-Kritik.

12.09.2019
Markkleeberg Lindensaalkonzert in Markkleeberg - Musikalische Reise mit dem „Zauberflöter“

Die Reihe der alljährlich vier Lindensaalkonzerte, organisiert vom Markkleeberger Christian Giger, erlebt am Sonntag mit drei Barockmusikern einen Höhepunkt. Das Vocalensemble Sjaella beendet im Dezember den Reigen.

11.09.2019