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Markkleeberg Florian 11881 sticht offiziell in See
Region Markkleeberg Florian 11881 sticht offiziell in See
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00:45 22.04.2018
Bürgermeister Holger Schulz lenkt das neue Boot mit Alexander Hecking und Henry Graichen (von links nach rechts) sicher über den See.
Bürgermeister Holger Schulz lenkt das neue Boot mit Alexander Hecking und Henry Graichen (von links nach rechts) sicher über den See. Quelle: André Kempner
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Zwenkau

Zur offiziellen Einweihung des neuen Feuerwehrboots „Florian 11881“ mit den Zwenkauer Kameraden, den Ortswehrleitern aus Großdalzig, Rüssen-Kleinstorkwitz und Zitzschen sowie zahlreichen Vertretern benachbarter Wehren sind die zu überwindenden Hürden bis zur Anschaffung nicht vergessen. „Es war ein langer Weg“, erinnerte sich Bürgermeister Holger Schulz (CDU). „Wir haben geschwitzt, bis die ersten Angebote auf dem Tisch lagen.“

Im vierten Anlauf war es der Stadt endlich gelungen, einen Anbieter zu finden. Im August 2017 stimmte der Stadtrat der Auftragsvergabe an die Lava Marine GmbH aus Bad Lippspringe zu, die das Wasserfahrzeug einschließlich Bootsanhänger und technischer Ausrüstung für rund 50 450 Euro lieferte (die LVZ berichtete).

Mit dem Boot schon einen Kiter gerettet

Die Feuertaufe für Boot und Besatzung fand bereits im April statt, als ein Kitesurfer auf Leipziger Gemarkung verunglückte. Er hatte sich in den Schnüren seines Lenkdrachens verfangen und konnte sich alleine nicht befreien. Zum Glück für ihn rief seine Freundin vom Ufer aus den Notruf der Feuerwehr, die Zwenkauer Kameraden haben ihn gerettet.

Neun von ihnen haben inzwischen den Bootsführerschein in der Tasche. Stadtwehrleiter Thomas Kröter bedankte sich bei seinem Stellvertreter Alexander Hecking für die Organisation der Ausbildung. „Es werden noch viele Dienst- und Übungsstunden auf dem See erfolgen, bei Wind und in der Dunkelheit“, mahnte Ortswehrleiter Roy Lödel. So strahlend wie zur Schiffstaufe sei das Wetter sicher nicht immer.

Schneller Ritt mit Landrat Henry Graichen

Landrat Henry Graichen (CDU) hat sich persönlich bei einem schnellen Ritt übers Wasser von der Seetüchtigkeit überzeugt. „Die Testfahrt hat gezeigt, dass dies eine sehr gute Investition ist“, befand er. Seit der Nutzbarkeit des Sees 2015 bestehe die Pflicht zur Gefahrenabwehr. Den obligatorischen Sekt für die Schiffstaufe spendierte er den Kameraden, die sicher Verwendung dafür hätten. Die Flasche würde ja nicht an der Bordwand zerschellen, sie käme zurückgeschnippst, schmunzelte er. Die Floriansjünger aus den Nachbarstädten waren nicht mit leeren Händen gekommen. Die Pegauer brachten symbolisch ein Paddel mit. Mike Köhler, stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands, schenkte eine Schiffsglocke mit Widmung und die Markkleeberger hatten eine metallene Krampe dabei. Ob man die wegen der Optik ausstelle oder zu Übungszwecken auf dem Trockenen einsetze, ließ Roy Lödel offen.

Von Gislinde Redepenning